Kopftuch-Debatte: Pastafari befürchten Nudelsieb-Aus in Volks­schulen und Kinder­gärten

© Entenpost/Huber

Die Debatte um das geplante Kopftuchverbot in Österreichs Kindergärten und Volksschulen lässt in den sozialen Medien die Wogen hochgehen. Das Verbot ist insbesondere unter Pastafari, den Anhängern der Vereinigten Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters (FSM), höchst umstritten, steht doch zu befürchten, dass das Kopftuchverbot als Konsequenz auch das Aus der traditionellen Nudelsieb-Kopfbedeckung für Schüler und Kindergartenkinder bedeuten könnte!


Vor wenigen Jahren noch den Allerwenigsten bekannt, erfuhren die FSM-Anhänger in den letzten Jahren einen regelrechten Boom. Dies dürfte auch darauf zurückzuführen sein, dass der Pastafarianismus bei Stiftung Warentest unter 10 untersuchten Religionen als Testsieger hervorgegangen war. Gerade im ländlichen Raum beherrscht das Nudelsieb – die religiöse Kopfbedeckung der Pastafari – immer mehr das Landbild. Insofern überrascht es nicht, dass heimische Politiker die Frage, ob der Pastafaranismus zu Österreich gehöre, mittlerweile überwiegend mit ‚Ja‘ beantworten.

Zwar schreibt die FSM-Glaubenslehre ihren Anhängern in keinster Weise das Nudelsieb als Kopfbedeckung vor, doch viele tragen das Sieb mit ähnlichem Stolz wie beispielsweise SK Rapid Wien-Fans ein grün-weißes Trikot, um die Verbundenheit mit ihrer Religion zum Ausdruck zu bringen. Durch die aktuelle Debatte befürchtet die FSM-Kirche, in einen Kochtopf mit anderen Religionen geworfen zu werden, so dass neben dem Kopftuch auch das Nudelsieb in Kindergärten und Volksschulen verboten werden könnte.

Die Pastafari haben daher ein Pro-Nudelsieb-Volksbegehren angekündigt. In Sozialministerin Beate Hartinger-Klein erhoffen sie sich, eine prominente Fürsprecherin zu finden, hatte diese doch unlängst im Parlament in einem flammenden Appell ‚Wertschätzung und Respekt gegenüber Andersdenkenden‘ gefordert und mit dem Satz ‚Minderheiten auszugrenzen, das verurteile ich!‘ den Pastafari förmlich aus der Seele gesprochen.

Auf Grund der ständig wachsenden Mitgliedszahlen der FSM-Kirche kann allerdings ohnehin davon ausgegangen werden, dass dieses Volksbegehren eine ähnlich hohe Zustimmung wie jenes von Don’t Smoke erhält – und somit das Nudelsieb am Kopf auch weiterhin fixer Bestandteil von Kindergarten und Volksschule bleiben wird!

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