Wieder keine Weißen Weih­nach­ten: Hart­lauer-Schnee­wette schuld?

Bild-Quellen: Johann Hiebl u. a.: Multi-methodical realisation of Austrian climate maps. In: Advances in Science & Research. Nr. 6, 2010, S. 19–26, doi:10.5194/asr-6-19-2011, Attribution, Link & unbekannt – Hartlauer-Magazin, Logo, Link; Bildbearbeitung mit GIMP

Abgesehen vom Heiligen Land Tirol hat es also auch heuer wieder nicht geklappt! Weiße Weihnachten wird immer mehr zum Fremdwort, jüngere Generationen haben es noch gar nie erlebt. Lange Zeit blieb es ein Rätsel, warum eine verschneite Winterlandschaft zu Weihnachten hierzulande immer mehr zum Schnee von gestern geworden ist. Doch nun dürfte die Ursache für das Ausbleiben der weißen Pracht im Dezember gefunden worden sein: Die Hartlauer-Schneewette!


1994 war Franz Josef Hartlauer einer der ersten Unternehmer, der die Feiertagsruhe zu Mariä Empfängnis am 8. Dezember durchbrach. 1997 schließlich führte der mittlerweile verstorbene Firmengründer die Schneewette ein: Wenn es vor dem Rathaus der Landeshauptstadt, wo der Kauf getätigt wurde, am 24. Dezember um 12 Uhr mittags schneit, erfolgt eine Rückerstattung der getätigten Einkäufe.

In Kirchenkreisen und insbesondere bei Hardcore-Katholiken hat sich daher zuletzt der Glaube verfestigt, dass eine an Blasphemie grenzende Missachtung eines christlichen Adventfeiertages und gar ein Glücksspiel an Heilig Abend naturgemäß den Zorn des Herrn hervorrufen würden. Für sie ist es erwiesen: Es braucht keine kruden Klimawandel-Verschwörungstheorien! Die viel zu milden Temperaturen am Punschstand und verregnete Weihnachtsfeiertage gehen eindeutig auf die Machenschaften des Foto-, Optik-, Hörgeräte- und Elektronikhandelsunternehmens mit Sitz in Steyr zurück und sind die gerechte Strafe Gottes!

Wer sich Weiße Weihnachten wie anno dazumal in Bethlehem wünscht, der gehe daher am 8. Dezember in die Kirche statt shoppen – und kaufe Handy, Kamera & Co. so wie früher beim Niedermeyer.