Nur einstellige Nieder­lage: FAC plötz­lich Top-Fa­vo­rit bei Wahl zur Mann­schaft des Jahres

Floridsdorfer Athletiksport-Club: Gute Chancen auf Österreichs Mannschaft des Jahres 2020
Bild-Quellen: Steindy (Diskussion) 19:41, 13 July 2016 (UTC) – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link & Floridsdorfer AC – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link; Bildbearbeitung mit GIMP

Was war das nur für ein hammer-geiles Match gestern Abend in der Josko-Arena im Innviertel! Der Floridsdorfer Athletiksport-Club war mit dem festen Vorsatz nach Ried gekommen, im letzten Spiel der Saison 2019/20 noch einmal alles aus sich heraus zu holen und den Innviertlern einen Fight auf Biegen und Brechen zu liefern. Und der FAC wuchs förmlich über sich hinaus, stemmte sich mit 140% gegen die Rieder Tormaschinerie – und hätte es mit der sensationell einstelligen Niederlage beinahe geschafft, den Klagenfurtern Schützenhilfe im Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga zu leisten!


Christian Bubalovic, FAC-Kapitän fand nach dem Match nur lobende Worte für die grandiose Leistung seiner Mannschaft: „So wie die SV Ried nach der Corona-Pause jeden Gegner förmlich an die Wand gespielt hat, haben wohl die allermeisten damit gerechnet, dass wir hier in der Josko-Arena mit einem höheren, zweistelligen Debakel nach Hause fahren würden. Ich bin richtig stolz, wie sich jeder von uns heute reingehauen und dem Gegner das Leben bis zur 90. Minute unendlich schwer gemacht hat!“

Dass sich die Rieder letztlich mit einem bescheidenen 9:0 begnügen mussten, war vor allem auf eine über sich hinauswachsende Viererkette in der Abwehr, eine phänomenale Zweikampfquote und die maximale Laufbereitschaft der Floridsdorfer zurückzuführen, so FAC-Offensiv-Ass Marco Sahanek, der das Geschehen per standard.at-Live-Ticker auf seinem Handy unter Palmen auf Malta verfolgt hatte.

Für Austria Klagenfurt hat es trotz der Megaleistung des FAC und einem fulminanten 6:1-Sieg über Wacker Innsbruck am Ende ganz knapp nicht gereicht. Klagenfurt-Trainer Robert Micheu: „Hut ab, die Burschen vom FAC haben in Ried wirklich alles probiert und den Kampf um den Meisterteller wider Erwarten noch einmal spannend gemacht. Auch wenn es sich letztlich nicht ausgegangen ist: Zwei, drei Laster voll mit Hirter-Bier gehen definitv nach Floridsdorf, das sind wir dem FAC nach diesem Wahnsinnsfight einfach schuldig!“

Weniger angetan von der Leistung der Floridsdorfer zeigte man sich bei der SV Ried. Trainer Gerald Baumgartner deutete nach der Begegnung sogar eine geschobene Partie an: „Dass wir von Anfang an auf so viel Widerstand stoßen würden, war nicht zu erwarten und hat uns ordentlich aus dem Konzept gebracht. Es hat dann auch bis zur dritten Minute gedauert, ehe wir das erlösende 1:0 erzielen konnten.“

Er wisse nicht, was man in Klagenfurt dem FAC angeboten bzw. versprochen habe, er könne nur hoffen, dass alles mit rechten Dingen und sportlich fair zugegangen sei, so Baumgartner.

Mit diesen Bedenken steht der Ried-Trainer allerdings eher alleine da. Laut einer Blitzumfrage von sport.orf.at ist der FAC seit der gestrigen Partie für rund 85% der Österreicher absoluter Favorit für die Wahl zur Mannschaft des Jahres. In Wien und in Kärnten ist der hohe Zuspruch nicht weiter überraschend, dass allerdings auch in Oberösterreich 75% für den FAC – und nicht für den neuen Meister der 2. Liga – stimmten, zeigt eindrucksvoll, wie schnell sich ein Team mit einer herausragenden Leistung in die Herzen der österreichischen Sportfans zu spielen vermag!