Heer widerspricht: Rekruten superfit!

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Die Aufregung beim Bundesheer war groß, als in den Medien bekannt wurde, dass österreichische Rekruten angeblich im Zuge der Absolvierung ihres Grundwehrdienstes ordentlich an Gewicht zulegen und nach den vorgeschriebenen sechs Monaten beim Bundesheer mit mehreren Kilos im Plus abrüsten. Die Verantwortlichen in den Kasernen und im Verteidigungsministerium können diese Meldung nicht nachvollziehen und sprechen gar von bewusst gestreuten Fake-News.


Wachtmeister Ferdinand Scherzl, Küchenchef in der Kaserne Tamsweg im Salzburger Lungau zu den Aussagen in den Medien: „Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Im Gegenteil, die Männer ernähren sich im Vergleich zu früher extrem gesund! Gemüse, insbesondere Erdäpfeln stehen praktisch auf der Tagesordnung. Sei’s als Pommes, Kroketten oder Erdäpfelsalat – und am Abend essens gerne Kartoffelchips. Auch Popcorn ist recht beliebt. Obst gibt’s bei uns auch in Hülle und Fülle, gerne gegessen werden Apfelstrudel, Bananenschnitten oder Marillenknödel. Wir haben einmal in der Woche Fisch, ganz narrisch sind’s auf Fischstäbchen. Und weil das rote Fleisch ein bisserl in Ungnade gefallen ist, gibt’s jetzt öfter Hendl, wahnsinnig beliebt sind diese Hühner-Nuggets. Und einmal in der Woche gibt’s außerdem was Vegetarisches, Kasnocken oder gebackene Champignons kommen sehr sehr gut an. Sie sehen schon, an der Küche liegt das bestimmt nicht!“

Wir haben uns auch unter den Rekruten umgehört und wollten wissen, was sie selbst zu dieser Schlagzeile meinen. Mario Schuster, seit vier Monaten Rekrut in der General Zehner-Kaserne in Ried im Innkreis: „Essen tun wir da beim Bundesheer eigentlich nicht wirklich so viel. Bei uns wird in erster Linie getrunken. Das macht tatsächlich fett und da ist man dann wirklich öfter im Öl, vielleicht haben die das von der Zeitung ja so gemeint?!“

Auch Oberstarzt Clemens Walchbichler kann sich die Meldung über zu viele Kilos bei den heimischen Rekruten nicht wirklich erklären: „Die Männer liegen zwar in erster Linie in den Schützengräben rum, aber sie sind dabei zumindest viel an der frischen Luft. Auch zum Rauchen gehen die Rekruten fast pausenlos ins Freie raus, da kommen täglich schon ein paar Kilometer zusammen. Und gesportelt wird bei uns auch jede Menge, vor allem Billard und Boccia sind aktuell richtige Trendsportarten. Also meiner Meinung nach kann es sich da nur um eine Zeitungsente handeln!“

Im Ministerium ist man jedenfalls überzeugt, dass es sich bei der Meldung nur um eine bewusst gestreute Fake-News handeln kann. Heerespressesprecher Martin Schnell: „Der Neid ist ein Hund. Dahinter steckt ganz sicher wieder einmal die Zivildiener-Lobby! Denen passt es wahrscheinlich nicht, dass der Präsenzdienst für die Männer mega-attraktiv ist und wir regen Zulauf haben. Wenn es wo Blade gibt, dann sicher bei denen selber. Ist auch kein Wunder, hocken ja den mehreren Tag nur sinnlos herum!“

Klare Sache also: Viel Aufregung um Nichts – und es besteht glücklicherweise nicht der geringste Handlungsbedarf!

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