Wie geil ist das denn: Kultband Kraftwerk unplugged in der Wiener Marx-Halle

Bild-Quelle: Miroslav BolekEigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

Fast schon eine kleine Sensation! Die Marx-Halle in Wien hat diesen Sommer ein ganz besonderes Schmankerl zu bieten: Der Eventfirma Hey-U ist es gelungen, die deutsche Kultband Kraftwerk nach Wien zu holen. Und die vier Musiker aus Düsseldorf haben sich für das Konzert in der einstigen Rinderhalle etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Erstmals in ihrer langjährigen Karriere werden Hits wie Autobahn, Das Model oder Radioaktivität unplugged aufgeführt.


Der Vorverkauf läuft phänomenal, laut Veranstalter ist das Konzert bereits mehr als zur Hälfte ausverkauft. Beim Auftritt von Kraftwerk dürfte die Bude somit aller Voraussicht nach zum Bersten voll sein. Kein Wunder, sind doch Auftritte der Quasi-Väter des Elektropop zuletzt eher rar gewesen. Im Gespräch mit der Entenpost erklärt Ralf Hütter, einer der beiden Gründer der Band, wie es dazu kam, ausgerechnet in Wien zu spielen. Hütter: „Ich war letzten Herbst hier und habe mir The Cure live gegeben. Auch wenn die Akustik der Halle jetzt nicht unbedingt das Gelbe vom Ei war und mich die Bierpreise fast umgehauen haben – Robert Smith und sein Konzert blieben mir letzlich in guter Erinnerung und ich dachte mir, es wäre schon dufte, auch mal hier zu performen.“

Warum das Konzert in Wien ‚unplugged‘ gespielt wird, erklärt Florian Schneider, ein weiteres Gründungsmitglied der Band, folgendermaßen: „Einerseits sind wir ja mittlerweile schon etwas länger im Geschäft. Da wollten wir nach dieser endlos endlos Elektronikkiste endlich mal was Neues ausprobieren. Und andererseits: In unserem Alter mag man es eigentlich nicht mehr ganz so laut. Unlängst war ich bei einem Konzert der Einstürzenden Neubauten. Da habe ich mir einen halben Gehörschaden geholt! Damals wurde mir klar, dass es wohl an der Zeit wäre, etwas leiser zu treten. Auch auf der Bühne rumzappeln wie Mick Jagger unter Strom, das war nie so wirklich unser Ding. All das hat letztlich dazu geführt, dass wir uns entschlossen haben, ein Unplugged-Experiment zu wagen.“

Weil Hütter beim Cure-Konzert die Bierpreise sauer aufgestoßen waren, soll die Marx-Halle beim Kraftwerk-Konzert im Sommer ganz im Zeichen des Weins stehen und die Location in einen Riesen-Heurigen verwandelt werden. Passend zum Unplugged-Auftritt der Band lautet dann auch in Sachen Kulinarik das Motto ‚Ausg’steckt is‘. Und noch eine witzige Randnotiz zum Abschluss: Ausgerechnet Wien Energie fingiert als Hauptsponsor des Events 🙂 Ohm sweet Ohm, wie geil ist das denn?!

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