Biene Maja mit Burn-out bei Willi in Therapie

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Über viele Jahre hinweg war sie der Sonnenschein der Blumenwiese: Biene Maja! Stets fröhlich, ein wenig frech, schlau wie Wickie von Flake, permanent in neue Abenteuer verstrickt – und mit einem schier endlos anwachsenden Freundeskreis. Ausgerechnet die Wege von Maja und Willi, Majas bestem Freund aus Kindheitstagen, trennten sich in ihrer Jugend. Zu verschieden waren die beiden Charaktere und zu unterschiedlich ihre Interessen. Doch in der Mitte des Lebens angelangt führte nun ein Burn-Out bei Maja die beiden ehemaligen Weggefährten nach längerer Zeit wieder zusammen.


Biene Maja erläutert im Gespräch mit der Entenpost, wie es zu ihrer psychischen Überlastung gekommen ist: „Ich hatte schon als Kind diesen ständigen Zwang, mit jedermann Freund zu werden. Als ich mich bei Facebook anmeldete, wurde alles nur noch schlimmer: Ich fing plötzlich an, Freundschaftsanfragen an Leute zu schicken, obwohl ich sie zuvor noch gar nicht in einem Abenteuer kennengelernt hatte. Als dann gar manche dieser Anfragen nicht bestätigt wurden, brach für mich eine Welt zusammen! Bachblüten haben leider keine Besserung gebracht, Hanfblüten haben kurzzeitig geholfen, aber der Tag danach war immer grausam. Irgendwann war mir klar, dass ich etwas unternehmen musste.“

Willi, Schulabbrecher, überzeugter Hedonist und mittlerweile sehr gefragter Hobby-Psychotherapeut im Bienenvolk, über seine ehemalige Kindheitsfreundin: „Mir war damals schon klar, dass das kein Dauerzustand sein kann: Ständig Everybody’s Darling zu sein ist nichts anderes als eine krankhafte Sucht und bedeutet letztlich Stress. Stress, der bei uns ‚fleißigen‘ Bienen ohnehin schon mehr als reichlich vorhanden ist. Das konnte auf Dauer natürlich nicht gut gehen, da brennst du irgendwann komplett aus!“

Wer wie Maja in der Praxis ‚Zum faulen Willi‘ in Therapie geht, muss ein paar einfache Regeln beherzigen: Maximal ein Nokia 3310 als Handy oder besser gar keines, höchstens ein Nektar-Sammel-Ausflug pro Arbeitstag und jede Menge Schlaf auch untertags. Maja, seit zwei Wochen bei Willi in Behandlung: „Unglaublich wie schön einfach mal Nix-Tun sein kann! Statt alle paar Augenblicke mein Handy zu checken schließe ich jetzt einfach meine Augen, träume vor mich hin und gönne mir immer wieder mal ein Schläfchen zwischendurch.“

Und noch etwas hat Maja in Willis Therapie gelernt: „Freunde zu haben ist natürlich wichtig. Aber es kommt nicht auf die Menge an. Ich muss nicht jedermanns Freundin sein, denn eines ist mir mittlerweile klar geworden: Auf dieser Welt gibt es einfach auch ganz schön viele Vollkoffer – und die können mir in Zukunft den Buckel runterrutschen. Und auf Facebook gestohlen bleiben!“

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