Berlin & Wien: Neue Flughäfen bereits 2018?

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Berlin und Wien gehören zu den beliebtesten Städten Europas. Wien wurde unlängst bereits zum 8. Mal zur lebenswertesten Stadt weltweit gekürt! Kein Wunder also, dass die Bevölkerung in beiden Städten regelrecht explodiert. Und das bringt verkehrspolitische Herausforderungen mit sich, unter anderem auch beim Luftverkehr. In Berlin wollte man dem rapiden Bevölkerungswachstum mit dem Flughafen Berlin Brandenburg (BER) Herr werden, in Wien mit der 3. Piste in Wien Schwechat. Doch beide Baumaßnahmen sorgten nur kurz und unmerklich für Entlastung. Die Kapazitäten sind bereits längst wieder erschöpft, so dass man sowohl in Berlin als auch in Wien schon mit den Plänen für neue Flughäfen begonnen hat.


Wiens Bürgermeister Michael Häupl bestätigt die Pläne für den Bau eines neuen Flughafens: „Wir hatten gehofft, dass uns die 3. Piste in Schwechat ein wenig Luft verschaffen würde. Doch Wien wächst dermaßen stark, dass die dritte Start- und Landebahn nur einen Tropfen auf dem heißen Stein darstellt. Eine 4. Piste scheitert am Widerstand der bereits jetzt schon stark betroffenen Umlandgemeinden, weshalb wir an einem echten Wiener Flughafen nicht herum kommen werden.“

Auch das Berliner Stadtoberhaupt Michael Müller plagen ähnliche Sorgen: „Der Hauptstadtflughafen BER hätte eigentlich auf Jahre hinaus das zusätzliche Flugaufkommen in Berlin bewältigen sollen. Doch mit so einem Zuzug nach Berlin hatte man damals bei der Planung einfach nicht rechnen können, so dass wir beim Flugverkehr mittlerweile schon wieder aus allen Nähten platzen. So wie Wien benötigen auch wir deshalb ganz dringend einen neuen Flughafen.“

Was das Areal für einen zusätzlichen Flughafen betrifft, ist man in Wien gegenüber Berlin klar im Vorteil. Michael Häupl: „Mit der Donauinsel haben wir ein ideales Gebiet für einen Flughafen in Zentrumsnähe. Die künstliche Insel ist unbewohntes Gebiet, es ist daher nicht mit Anrainerbeschwerden zu rechnen. Die 21 Kilomenter Länge sollten auch für die allergrößten und neuesten Generationen von Jumbojets ausreichend sein. Wien bietet sich die einmalige Chance, Frankfurt und London den Rang abzulaufen und zur absoluten Flugdrehscheibe in Europa zu werden!“

Im Gegensatz dazu ist Berlin nicht gerade mit üppigen Flächen für einen weiteren Flughafen gesegnet, weshalb hier die Lösung in einer Neuauflage des Flughafens BER liegen dürfte. Dazu Michael Müller: „Beim Bau des Flughafens Berlin Brandenburg sind ohnehin ein bis zwei kleinere Fehler passiert. Die Marke ‚Made in Germany‘ hat dadurch leider ein paar Schrammen abbekommen. Mit einem völlig überarbeiteten Konzept ‚BER 2.0‘ und dem kompletten Neubau in dreifacher Dimension wollen wir nun tatsächlich eine richtig geile Lösung umsetzen und gleichzeitig diese minimale Scharte von damals auswetzen.“

Häupl und Müller halten es für realistisch, dass die beiden Bauvorhaben bereits 2018 abgeschlossen werden können und die neuen Flughäfen in der Lage sein sollten, schon im kommenden Jahr den Betrieb aufzunehmen. Michael Müller: „Die Chinesen benötigen für einen Großflughafen gerade mal 40 Monate. Darauf sage ich nur: Bei uns maximal 12 Monate! Und das trotz deutscher Präzisionsarbeit. Zugegebenermaßen ehrgeizig, aber das schaffen wir so was von locker!“

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