SPÖ-Frauen fordern Mindest­lohn im Frauen­fußball

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Während im Männerfußball die Akteure oftmals Gehälter astronomischen Ausmaßes erhalten, wären die Kickerinnen im Fraußenfußball meist schon froh, wenn sie nur einen Bruchteil dessen verdienen würden, was ihre männlichen Kollegen eigentlich an Steuern an den Fiskus abliefern (müssten). Von gleichem Lohn für Frauen und Männer im Fußball ist man derzeit jedenfalls meilenweit entfernt. Als ersten Schritt zur Beseitigung dieses Gender-Pay-Gaps haben die SPÖ-Frauen angekündigt, sich für einen Mindestlohn von 1500 Euro im Frauenfußball einsetzen zu wollen.


Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner, schon seit etwas mehr als zwei Wochen glühende ÖFB-Frauen-Fanin, bestätigt im Gespräch mit der Entenpost die diesbezüglichen Pläne ihrer Partei: „Mir ist dieses Ungleichgewicht bei den Löhnen zwischen Männern und Frauen im Fußball schon lange ein Dorn im Auge. Es kann ja nicht sein, dass die ÖFB-Frauen, die sich bei der Euro für ganz Österreich einen Haxen ausgerissen haben und bis ins Halbfinale gestürmt sind, mit im Männerfußball geradezu lächerlichen Summen abgespeist werden und meist hart am Rande der Armutsgrenze leben!“

Als ersten Schritt, um die Einkommenslücke zwischen Männern und Frauen zu schließen, fordern die SPÖ-Frauen daher auch im Frauenfußball einen Mindestlohn von 1500 Euro. Rendi-Wagner: „Wir werden uns dafür bei unseren eigenen Gewerkschaftern aufs vehementeste einsetzen. Pflegekräfte, Beschäftigte im Handel und Frisörinnen standen lange Zeit bei typischen Frauenberufen im Vordergrund – jetzt ist es höchst an der Zeit, dass einmal die Fußballerinnen in den Fokus rücken!“

Wenig erbaut über die Vorstellungen der SPÖ-Frauen zeigt sich Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl: „1500 Euro Mindestlohn für Spielerinnen würde unweigerlich dazu führen, dass auch im Frauenfußball dieser Wahnsinn mit aberwitzigen Gehältern wie bei den Männern seinen Anfang nimmt und der Sport auch bei den Damen immer mehr zu reinem Kommerz verkommt. Was wir von der Wirtschaft uns vorstellen könnten, ist, dass wir die aktiven Zeiten als Kickerinnen für die Pensionsversicherung anrechnen.“

Es könnte also noch eine Weile dauern, ehe Schlagzeilen à la ‚Verena Aschauers Transfer zu Olympique Lyon toppt Wechsel von Neymar zu PSG‘ die Runde machen. Schneller gehen könnte es mit einer Empfehlung von Film-Regisseur und Oscar-Preisträger Michael Haneke: „Den Frauen mangelt es ja nicht an spielerischem Können. Was den Unterschied bei den Gehältern ausmacht, ist vielmehr das fehlende schauspielerische Talent: Ein bisschen schmerzverzerrte Mimik da, ein spektakulärer Fünffach-Roller dort – und natürlich die wundersame und plötzliche Genesung unmittelbar nach dem Zeigen einer Karte durch den Schiri. Wenn die Kickerinnen das in ihr Spiel einbauen, dann sind auch im Frauenfußball Hollywood-Gagen sehr bald an der Tagesordnung!“

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