Nächster SPÖ-Dämpfer: Hollywood-Legende Humphrey Bogart künftig bei Liste Kurz?

Bild-Quelle: SPÖ / Alexander Schwarzl – https://www.flickr.com/photos/sozialdemokratie/31442510463/, CC BY-SA 2.0, Link

Sieht so mancher SPÖ-Anhänger im Wahlkampf die Felle bereits davonschwimmen? Nach den Quereinsteigern Josef Moser, Kira Grünberg und Rudolf Taschner kündigt sich bei der Liste Kurz jedenfalls eine weitere Überraschung an: Die Hollywood-Legende Humphrey Bogart stellte heute Vormittag für den Fall, dass die SPÖ bei der Nationalratswahl eine Niederlage erleiden und sich Bundeskanzler Christian Kern aus der Politik zurückziehen sollte, einen Wechsel der Fronten in Aussicht, um künftig in der neuen ÖVP tätig zu sein und dort seine Erfahrungen einzubringen.


Während der Kandidat Efgani Dönmez vorwiegend ein Angebot für ehemalige Grünwähler darstellt und Josef Moser in erster Linie im Teich der FPÖ-Wähler fischen soll, könnte ein Engagement der Film-Ikone in den Reihen von Sebastian Kurz vor allem als Signal in Richtung Kunstschaffende und SPÖ verstanden werden. Entsprechend gesprächsbereit zeigte sich der ÖVP-Chef in einer ersten Reaktion: Dem begnadeten Schauspieler Bogart könnte dem Vernehmen nach im Team von Sebastian Kurz eine höhere Funktion – beispielsweise im Bereich Kunst und Kultur – angeboten werden.

Für Polit-Insider kommt diese Ankündigung insofern völlig überraschend, als Bogart bisher ganz klar dem roten Lager zugeordnet wurde und in der Vergangenheit schon mehrfach als Wahlkampfhelfer und Double für SPÖ-Chef Christian Kern (Pizza-Video, Willkommen Österreich) aufgetreten ist. Der Publikums-Liebling aus Hollywood hat diesbezüglich jedoch keinerlei Bedenken: „Auch im Fußball ist Vereinstreue heutzutage überhaupt kein Thema mehr und es ist völlig normal, dass du heute bei diesem Club Kohle machst und morgen bei einem anderen. Warum soll es in der Politik anders sein!? Schauen Sie sich in der österreichischen Polit-Landschaft der vergangenen Monate um: Wer gute Arbeit leistet, ist überall willkommen!“

Für die meisten Beobachter bedeutet die Ankündigung Bogarts nach dem bisher eher holprigen Wahlkampfauftakt samt Desaster rund um die Verhaftung des Polit-Beraters Tal Silberstein einen weiteren herben Rückschlag für die SPÖ. In der Partei selbst gibt man sich hingegen gelassen und ist bemüht, die Bedeutung des Hollywood-Stars herunterzuspielen. Wahlkampfleiter Georg Niedermühlbichler: „Sollten die Wähler – allen Umfragen zum Trotz – am Wahltag der SPÖ nicht das nötige Vertrauen schenken und Bogart tatsächlich zur Liste Kurz überlaufen, kann ich nur sagen: Jeder ist ersetzbar. Wahrscheinlich sind nach der Wahl ohnehin jede Menge ehemalige Grün-Politiker arbeitslos. Mit diesen lässt sich so ein Abgang bestimmt kompensieren!“

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