Strache verteidigt 12-Stunden-Arbeitstag: Mehr war mit ÖVP leider nicht möglich

Bild-Quelle: Gregor Tatschl from Österreich – Heinz-Christian Strache (_IMG6709), CC BY-SA 2.0, Link

Groß war die Aufregung und auch der Ärger auf der Facebook-Seite von Heinz-Christian Strache, nachdem bekannt geworden war, dass sich die FPÖ in den Koalitionsverhandlungen mit der ÖVP auf die Einführung des 12-Stunden-Arbeitstages geeinigt habe. Vielfach war in den Kommentaren von Verrat die Rede, so mancher User gab gar an, nach diesem Umfaller das letzte Mal FPÖ gewählt zu haben. Heinz-Christian Strache reagierte nun auf die Proteste und entschuldigte sich bei seinen Fans: Mehr als die nun vereinbarten 12 Stunden seien mit der ÖVP leider nicht machbar gewesen!


Der FPÖ-Chef in seinem Posting auf Facebook: „Wir haben immer gesagt: Der 12-Stunden-Arbeitstag ist ein Witz! Und zu dieser Aussage stehen wir nach wie vor. Es ist ja kein Wunder, dass es mit derlei paradiesischen Zuständen am heimischen Arbeitsmarkt die halbe Welt nach Österreich zieht. Deshalb haben wir Freiheitlichen schon immer den 14-Stunden-Arbeitstag gefordert!“

Leider musste die FPÖ auch in der Neuauflage von Schwarz-Blau zur Kenntnis nehmen, dass man in einer Zweier-Koalition eben von so manchen Maximalforderungen abrücken müsse: „Wenn es nach Sebastian Kurz gegangen wäre, hätten wir uns ohnehin auf den 14-Stunden-Arbeitstag einigen können. Doch die neue ÖVP ist offenbar immer noch auch ein Stück alte ÖVP und musste daher nach wie vor auf ihren Wirtschaftsbund und andere Interessensgruppen Rücksicht nehmen.“

Doch eines verspricht HC-Strache seinen Anhängern: „Auch wenn die  Einführung des 12-Stunden-Arbeitstages ein Schritt in die richtige Richtung ist: Österreich ist nach wie vor viel zu attraktiv für Arbeitnehmer und damit hauptverantwortlich für all die Probleme in diesem Land. Mag sein, dass die FPÖ beim 12-Stunden-Tag umgefallen ist! Doch wenn es um die Halbierung des Mindestlohns geht, werden wir kämpfen wie ein Löwe. Denn eines ist ganz klar: Dieses Regierungsprogramm muss – und wird – auch eine freiheitliche Handschrift tragen!“

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