Niki-Zuschlag: So überzeugte Lauda die In­sol­venz­ver­walter

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Im Bieterverfahren um die insolvente Airline Niki hat Firmengründer Niki Lauda den Zuschlag erhalten. Während über die Verkaufssumme Stillschweigen vereinbart wurde, sickern nun erste Details durch, mit welcher Idee Lauda den Gläubigerausschuss überzeugen konnte: Die Fluglinie soll künftig ‚Fly Nickel‘ heißen und mit reinen Stehplatzfliegern den Markt der Billigairlines aufmischen.


Billigfluglinien gibt es ja mittlerweile bekanntlich wie Sand am Meer. Der Markt ist heißumkämpft – und so manche Airline musste bereits die Segel streichen. Gespart wird beim Gepäck, der Verpflegung, beim Personal oder bei den angeflogenen Flughäfen. Fly Nickel möchte dem jetzt noch eins draufsetzen und stellt in den Flugzeugen künftig nur noch Stehplätze zur Verfügung.

Niki Lauda erörtert im Gespräch mit der Entenpost, wie es zur geplanten Neuerung gekommen ist: „Wir haben bei unseren Flügen immer wieder beobachtet, dass Fluggäste aufgestanden sind, um sich die Beine zu vertreten. Es ist ja in Wirklichkeit so: Wenn du zum Flughafen fährst, sitzt du im Taxi. Am Flughafen sitzt du wieder lange Zeit herum. Und wenn du dann während des Flugs erst recht wieder sitzen musst – irgendwann ist das einfach zu viel des Guten!“

Aus diesen Überlegungen habe man dann den Stehplatz-Service geboren, um diese Marktlücke zu schließen. Neben einer Vervierfachung der Passagierzahlen sieht Lauda noch weitere Vorteile: „All die Streitereien wegen zurückgeklappter Rückenlehnen, das Thrombose-Risiko oder mühsames Drübersteigen über den Sitznachbarn gehört mit unseren Stehplatzfliegern in Zukunft der Vergangenheit an.“

Auch das lästige Anschnallen wird man sich bei Fly Nickel sparen können: Aus Sicherheitsgründen ist lediglich notwendig, niemals den Haltegriff loszulassen. Ob die Stehplatzflieger auch auf den Langstrecken zum Einsatz kommen, soll nach einer Evaluierungsphase auf den Kurzstrecken entschieden werden.

Die Insolvenzverwalter konnte Lauda mit seiner Idee jedenfalls überzeugen. Wie die Fluggäste das neue Angebot annehmen, muss sich noch zeigen. Eines steht allerdings schon fest: Die Ticket-Preise sollen super-günstig sein. Da werden Ryanair & Co. wohl erst mal tief Luft holen müssen!

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