Martin Schulz: Nächster Versuch beim Eurovision Song Contest 2018

Bild-Quellen: Foto-AG Gymnasium Melle, CC BY-SA 3.0, Link, Unbekannt – SVG erstellt mit Adobe Illustrator, Logo, Link; Bildbearbeitung mit GIMP

Jede Krise ist auch eine Chance! Das dürfte sich Martin Schulz nach der Abgabe des SPD-Parteivorsitzes und seinem Verzicht auf das Außenministeramt gedacht haben – und kündigte heute Vormittag überraschend an, sich beruflich neu orientieren zu wollen. Sein neues ehrgeiziges Projekt: Für Deutschland noch heuer beim Eurovision Song Contest (ESC) in Portugal ins Rennen gehen zu wollen.


In einer eiligst anberaumten Pressekonferenz überraschte der ehemalige SPD-Chef die Öffentlichkeit mit seiner Ankündigung: „Ich habe eingesehen, dass die Bundespolitik doch etwas ganz anderes ist als meine vorherige Tätigkeit auf europäischer Ebene. In Deutschland konnte ich offenbar nicht wirklich ausreichend Sympathiepunkte sammeln und bei den Wahlen der vergangenen Monate blieben die erhofften Stimmen meist aus. Beim Song Contest ist das egal, da kommt es lediglich auf  die Stimmen aus dem restlichen Europa an. Und deshalb werde ich ab sofort meine ganze Kraft dafür aufwenden, Deutschland heuer in Portugal beim Song Contest zu vertreten!“

Wie ernst es Martin Schulz mit diesem Vorhaben meint, demonstrierte er eindrucksvoll bei seinem Auftritt vor der Presse und einem brandneuen Tattoo mit dem ESC-Logo auf seiner Stirn. Dazu Martin Schulz: „Mit Tattoos hab‘ ich’s normalerweise ja nicht so. Aber wenn du beim ESC Erfolg haben möchtest, dann musst du dich als leidenschaftlicher Künstler und von deiner jugendlichen, ja wohl auch ein wenig von deiner rebellischen Seite zeigen. Ich möchte noch nicht zuviel verraten, aber ein Piercing ist ebenfalls bereits geplant!“

Die Erfolgschancen für Schulz beim ESC-Vorentscheid am 22. Februar dürften relativ gut sein. Die Erwartungshaltung der Deutschen ist nach den letzten beiden ESC-Teilnahmen ohnehin alles andere als hoch, ein Abschneiden im Mittelfeld würde bereits als Riesen-Erfolg gewertet werden. Schulz, der mehrere Fremdsprachen fließend spricht, hat bereits ganz konkrete Vorstellungen, was seinen Song betrifft: „Sie wissen ja, mir liegt Europa am Herzen. Ein Lied über die sozialen Errungenschaften in Europa – und das in sämtlichen Sprachen der EU-Mitgliedsländer – wäre meines Erachtens eine Botschaft, die jeder gern hört und bei all meinen Freunden in Europa gut ankommen sollte!“

Zum Vizekanzler geschweige denn Kanzler Deutschlands hat es für Martin Schulz offenbar nicht gereicht. Die europäische Bühne ist nun mal seins, der angekündigte Schritt verwundert so gesehen nicht. Und sollte er mit seiner Stimme für Europa tatsächlich beim Song Contest reüssieren – wer weiß, vielleicht klappt’s ja dann beim nächsten Mal tatsächlich auch im eigenen Land mit dem Schulz-Effekt!

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