Konter von Manner: Volks­be­gehren-Werbeplakat mit Strache und Dragee-Keksi-Spruch

Bildquellen: Gregor Tatschl from Österreich (Heinz-Christian Strache (_IMG6708)) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons & dontsmoke.at; Bildbearbeitung mit GIMP
Für einigen Wirbel hatte letzte Woche die Salzburger FPÖ-Chefin Marlene Svazek gesorgt: Ohne Wissen des Wiener Süßwarenunternehmens Manner war auf Wahlkampfautos der freiheitlichen Spitzenkandidatin der Slogan ‚Marlene mag man eben‘ im wohlbekannten Schriftzug des Schnitten-Herstellers aufgebracht worden. Während es ursprünglich geheißen hatte, dass Manner rechtlich gegen die missbräuchliche Verwendung des Logos und Slogans vorgehen werde, hat sich der Süßwarenhersteller stattdessen nun eine alternative Lösung – sprich süße Rache – einfallen lassen: Heinz-Christian Strache macht ab kommender Woche auf Plakaten mit dem berühmten Spruch ‚Wenn ich nur aufhören könnt!‘ Werbung für das Don’t Smoke Volksbegehren.


Dieser ebenfalls urheberrechtlich geschützte Slogan geht auf den Süßwarenhersteller Napoli und seine Napoli Dragee Keksi zurück. Das Unternehmen wurde 1970 von Manner übernommen, so dass der Schnitten-Hersteller seither frei über den Werbespruch verfügen kann. Manner Pressesprecherin Irene Schmalgruber: „Ein rechtliches Vorgehen ist ein langwieriges und mühsames Unterfangen. Wir haben uns daher überlegt, wie wir es der FPÖ mit gleicher Münze heimzahlen könnten. Und so wurde dann die Idee für dieses Don’t-Smoke-Werbesujet mit dem bekennenden Raucher Heinz-Christian Strache und unserem dazu passenden Dragee-Keksi-Spruch geboren.“

Die Plakate sollen bereits ab kommender Woche österreichweit für eine Unterstützung des Anti-Raucher-Volksbegeherens werben und – so die Hoffnung von Manner – gleichzeitig auch bei den Österreicherinnen und Österreichern die guten alten Schoko-Kekserln wieder ein wenig in Erinnerung rufen. Dass man das OK des Vizekanzlers dafür nicht eingeholt habe, rechtfertigt Irene Schmalgruber folgendermaßen: „Wir wollen mit dem Plakat ja niemanden provozieren und auch das Volksbegehren nicht politisch vereinnahmen – der Spruch hat unserer Marketingabteilung und den Initiatoren des Volksbegehrens einfach irrsinnig gut gefallen! Und außerdem wissen wir spätestens seit seinem Posting über Armin Wolf, dass Heinz-Christian Strache ja ohnehin ein großer Satire-Fan ist :)“

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