Vassilakou: Süd­ost­tan­gen­te soll zur Be­geg­nungs­zone wer­den

Bild-Quelle: Ninanuri – Photgraphy, CC BY-SA 3.0, Link

Nach den Pipifax-Verkehrsberuhigungen von Mariahilfer Straße (Mahü) und der Rotenturmstraße widmet Vize-Stadtchefin Maria Vassilakou ab sofort ihre ganze Energie dem Prestige-Projekt der Wiener Grünen: Die 18 Kilometer lange Südosttangente soll zur Begegnungszone umgewandelt werden, so dass dort in Zukunft Fußgänger, Auto- und Radfahrer gleichberechtigt ohne Trennung zwischen Gehsteig und Fahrspur unterwegs sein können.


Vassilakou, Stadträtin für Stadtentwicklung, Verkehr, Klimaschutz, Energieplanung und BürgerInnenbeteiligung, erläutert im Zuge einer Pressekonferenz die diesbezüglichen Pläne: „Mahü und Rotenturmstraße waren ja gewissermaßen bloß unsere Versuchskaninchen. Wenn wir Verkehrsberuhigung tatsächlich ernst meinen, dann müssen wir ein Projekt umsetzen, das diesen Namen auch wirklich verdient. Die Südosttangente mit ihren täglich 170.000 Fahrzeugen ist dafür geradezu prädestiniert!“

Autos werden die zur Begegnungszone umgestaltete A23 auch weiterhin benutzen können, betont Vassilakou. Öffis, Fußgänger und Radfahrer würden allerdings mehr Platz erhalten. Als eine der ersten Maßnahmen soll in Zukunft der 23A mit geänderter Route im Minutentakt auf den zwei eigens dafür abgestellten Busspuren dafür sorgen, dass die Menschenmassen auf der Tangente auch weiterhin zügig vorankommen. Zwecks Verbesserung des Erscheinungsbildes soll eine weitere der acht Spuren einer Allee aus Ginkgo-Bäumen samt Sitzbänken weichen. Raser sollen durch Bremsschwellen und Kopfsteinpflaster zur Räson gebracht werden und die gewünschte Verkehrsberuhigung garantieren.

Was die Umgestaltung kosten wird, lässt sich laut Planungsressort noch nicht abschätzen. Am Geld sei es in Wien aber laut Vassilakou noch nie gescheitert. Scheitern könnten die ambitionierten Pläne der Vizebürgermeisterin hingegen ausgerechnet an den Anrainern: Die Verkehrsberuhigung der Südosttangente werde voraussichtlich eine Ausdehnung von Geschäftslokalen und Schanigärten entlang der künftigen ‚Allee23‘ nach sich ziehen – mit für die Anrainer negativen Folgen wie zugeparkten Abstellplätzen und Lärm. Dann hieße es am Ende dann doch wieder einmal: Viel Lärm um nichts!

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