Vorbild Italien: Strache lässt Rapidler zählen

Bild-Quellen: Werner100359Own work, CC BY-SA 4.0, Link, Gregor Tatschl from Österreich – Heinz-Christian Strache (_IMG6709), CC BY-SA 2.0, Link & Wikipedia; Bildbearbeitung mit GIMP

Nach dem Treffen von Vizekanzler Heinz-Christian Strache und Innenminister Herbert Kickl mit dem neuen italienischen Vizepremier Matteo Salvini in Rom zeigte sich Strache begeistert: Italien und Österreich seien vor allem in Fragen der Sicherheit absolut einer Meinung! Besonders angetan war Strache von Salvinis Idee einer Roma-Zählung. Sind es in der italienischen Hauptstadt die berüchtigten Anhänger der AS Roma, sorgen hierzulande vorwiegend die Rapid-Fans mit ihren Krawallen immer wieder für Angst und Schrecken in heimischen Stadien. In seiner Funktion als Sportminister kündigte Strache daher an, alle Rapidler zählen lassen zu wollen.


Der Vizekanzler zur geplanten Rapid-Zählung in einer Aussendung: „Die Fans des SK Rapid Wien waren in der Vergangenheit mehrfach eine Gefährdung für die Sicherheit. Gerade die Sicherheit ist das zentrale Thema dieser Regierung. Ich halte die von Matteo Salvini angekündigte Roma-Zählung für eine sehr gute Idee. Um auch hierzulande ein Bild von der Situation zu bekommen, wollen wir es unseren italienischen Freunden gleichtun und bei uns alle Grün-Weißen zählen.“

Rapidler müssen sich bis spätestens zum Start der neuen Bundesligasaison im eigens im Innenministerium eingerichteten Rapid-Register eintragen lassen. Die Echtheit ist mittels Selfie in grün-weißem Outfit zu belegen. Eine automatische Tattoo-Erkennungssoftware soll dabei das Gefährdungspotential des Rapid-Fans einstufen und wertvolle Informationen liefern, auf welche Stadienbesucher die Exekutive in Zukunft ein besonderes Augenmerk zu richten hat.

Auch wenn unter Experten höchst umstritten ist, ob die von Strache angekündigte Rapid-Zählung tatsächlich zur Erhöhung der Sicherheit in heimischen Fußballstadien beitragen kann – eine Frage dürfte sich damit ein für allemal beantworten lassen: Gibt es tatsächlich mehr grün-weiße Anhänger als Violette? Laut einer Studie des deutschen Marktforschungsinstitutes Sport+Markt kommt die Wiener Austria österreichweit auf rund 370.000 Anhänger. Nimmt man allerdings die Zuschauerzahlen der Veilchen in den vergangenen Jahren als Maßstab, müssten sich wohl nur ein paar Hundert Rapidler registrieren lassen, um bei der Anzahl der Fans die Nase vorn zu haben!

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