Nach Biss-Attacke: Vierbeiner starten Volksbegehren für 0,5-Promille-Grenze von Hundehaltern

Bild-Quellen: Pixabay; Bildbearbeitung mit GIMP

Die starke Alkoholisierung einer Hundehalterin, deren angeleinter Rottweiler sich losreißen konnte und einem einjährigen Buben in Wien-Donaustadt lebensgefährliche Bissverletzungen am Kopf zugefügt hatte, dürfte offenbar jede Menge schlafende Hunde geweckt haben: Parteiübergreifend fordern Vierbeiner in ganz Österreich einen verantwortungsvolleren Umgang der Hundebesitzter beim Gassigang. Als unmittelbare Konsequenz wurde ein Volksbegehren in die Wege geleitet, das neben einem Probehundeführschein auch eine 0,5-Promille-Grenze für Hundehalter fordert.


Rudelsführer Blacky, Bullterrier aus Wien Margareten, erklärt im Gespräch mit der Entenpost, warum das bereits bei Innenminister Herbert Kickl angemeldete Volksbegehren für seine Artgenossen so wesentlich ist: „Wenn Menschen mit uns reden, verstehen wir Hunde in Wirklichkeit ja nur Blah Blah. Es ist daher schon schwer genug, bei Herrchen und Frauchen im nüchternen Zustand so halbwegs zu erahnen, was sie eigentlich von uns wollen. Wenn dann auch noch Alkohol ins Spiel kommt und die feinen Nuancen der Blah Blahs verschwinden, nützt nicht einmal noch das aufmerksamste Ohren Spitzen!“

Dass dadurch leicht Missverständnisse wie bei dem tragischen Vorfall in Wien Donaustadt entstehen können, liege auf der Pfote, so Blacky. Die Hunde fordern daher in ihrem Volksbegehren analog zum Autofahren eine 0,5-Promille-Grenze für Hundehalter. Außerdem solle eine dreijährige Probehundeführscheinphase eingeführt werden, während derer ein striktes Alkoholverbot gelten soll, so die Initiatoren.

Hündin Kira aus Linz Urfahr hofft, die notwendigen 8.401 Unterstützungserklärungen für die Einleitung des Volksbegehrens erreichen zu können: „Leider muss ja immer vorher etwas passieren, bis ein Umdenken stattfindet! Dass die arme Bella jetzt ins Tierquartier und dort sogar in eine Quarantänestation muss, sollte hoffentlich genügend Menschen hinter dem Ofen hervorlocken, so dass wir die achteinhalbtausend Unterschriften auch tatsächlich zusammen bekommen.“

Diese Sorge dürfte allerdings unbegründet sein: Nimmt man die Reaktionen auf Hunde-Postings in diversen Sozialen Medien als Maßstab, könnte das Hundevolksbegehren sogar eines der erfolgreichsten in der Geschichte Österreichs überhaupt werden!

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