‚Raus aus der EU‘: AfD geht nach Großbritannien

Karte von Europa mit gespiegeltem Logo der AfD
Bild-Quellen: Wikimedia Commons; Bildbearbeitung mit GIMP

Paukenschlag bei der Alternative für Deutschland: In einer gemeinsamen Pressekonferenz heute Vormittag gaben Partei-Chef Alexander Gauland und Fraktionschefin Alice Weidel bekannt, dass die AfD zeitgleich mit dem Brexit am 29. März um 23:00 Uhr GMT Deutschland in Richtung Großbritannien verlassen werde!


‚Für ihn sei es ein Traum, der nun bald wahr werde‘, so der Parteivorsitzender Alexander Gauland. Jahrelang sei man gegen die Bürokraten von Brüssel vom Leder gezogen und habe ‚Raus aus der EU‘ gefordert. Mit dem Brexit werde die AfD nun endlich ihr Versprechen einlösen.

Co-Vorsitzende Alice Weidel zu dem überraschenden Umzug der AfD auf die britische Insel: „Im Unterschied zu manch anderer Partei wollen wir unseren Wählern ja nicht einfach nur mit ein paar leichtfertigt dahergesagten Wahlkampfparolen den Mund wässrig machen. Wir haben immer gesagt, dass wir raus aus dem Euro und raus aus der EU wollen – und mit dem Brexit bietet sich nun die einmalige Chance, diese Vision endlich in die Tat umzusetzen!“

Der Abschied falle ihm nicht wirklich schwer, so AfD-Chef Gauland: „Ehrlich gesagt, der Bundestag kann mir mittlerweile gestohlen bleiben. Da hieß es ohnehin immer ‚Alle gegen die AfD‘. Wir haben uns da nie wirklich heimisch sondern wie ein Fremdkörper gefühlt!“

Alice Weidel fiebert dem Austritts-Datum mittels Countdown-App, die sie sich extra im Apple Store heruntergeladen hat, entgegen: „So wie ich können es wahrscheinlich die meisten gar nicht mehr erwarten, bis es endlich soweit ist! Moment, ich schau kurz, ah, nur noch 58 Tage, 6 Stunden und 39 Minuten!“

Das Kürzel AfD werde jedenfalls bestehen bleiben, so Gauland. Ob man sich allerdings weiterhin ‚Alternative für Deutschland‘ bezeichnen werde, sei laut Gauland noch nicht fix. Eventuell werde man sich – da dies praktisch mit dem ersten Tag der Partei im Vereinigten Königreich zusammenfalle – in Großbritannien stattdessen ‚April Fool’s Day‘ nennen.

Damit die Freude vollkommen sei, fehle nur noch eins, so AfD-Chef Gauland: Ein richtig harter Brexit, der wirklich sämtliche Bande mit der EU zur Gänze kappt. Und wer weiß, vielleicht macht ja das Beispiel der AfD Schule und im britischen Unterhaus tummeln sich mit dem Rassemblement National von Marine Le Pen oder der Lega von Mateo Salvini schon bald ein paar weitere Parteien, die von der EU die Nase gestrichen voll haben!