Tödliche Kuh­atta­cke: Leinen- und Beiß­korb­pflicht für Alm­vieh ge­for­dert

Kühe auf Alm
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Das Landesgericht Innsbruck verfügte vor kurzem über einen Tiroler Landwirt eine Geldstrafe im Ausmaß von 490.000 Euro, nachdem seine freilaufenden Kühe im Jahr 2014 auf seiner Alm im Stubaital eine deutsche Touristin attackiert und dabei getötet hatten. Die Killerkühe waren weder angeleint noch trugen diese einen Beißkorb.


Um derlei tödliche Unfälle künftig zu verhindern, fordert das Kuratorium für Tourismussicherheit (KFT) die rasche Einführung eines verpflichtenden Kuhführscheins. Dabei sollen den Tieren von besonders aggressiv geltenden Rinderrassen – sogenannte Listenkühe – sowie leicht reizbaren Mutterkühen das korrekte Verhalten und diverse Benimmregeln im freien Gelände beigebracht werden.

Außerdem soll ein genereller Leinenzwang sowie eine Maulkorbpflicht für Almvieh dafür sorgen, dass die meist fälschlicherweise als gutmütig eingestuften Bestien nicht länger über Touristen auf querenden Wanderwegen herfallen und diese attackieren können.

KFT-Obmann Hermann Ofenröhrl zu den Forderungen seiner gemeinnützigen Organisation: „Schluss mit Laissez-faire in den Alpen, die Sicherheit unserer Gäste muss oberste Priorität haben. Der Tourismus ist und soll schließlich auch weiterhin die Cashcow Nummer eins in unserem Land bleiben!“

Und um die Idylle der Almlandschaften zu wahren, so Ofenröhrl, könnte man bei dieser Gelegenheit wohl gleich auch noch das verpflichtende ‚Sackerl fürs Gackerl‘ einführen, verschandeln doch Kuhfladen allenorts und zuhauf die bis dato unbefleckte Natur!