Steinigung Homosexueller in Brunei: Katholische Kirche fassungslos

Priester feiert Messe vor Gläubigen
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Trotz größter internationaler Kritik an seiner Ankündigung, die Todesstrafe für gleichgeschlechtlichen Sex in seinem Land einführen zu wollen, hat der Sultan von Brunei, Hassanal Bolkiah, sein Vorhaben nun wahrgemacht: Ab sofort werden in dem südostasiatischen Staat Homosexuelle zu Tode gesteinigt!


Fassunglos über diesen ‚menschenunwürdigen Umgang mit Homosexualität‘ zeigt man sich bei der römisch-katholischen Kirche: ‚Wir haben alles Menschenmögliche versucht, um derart drakonische Strafmaßnahmen abzuwenden‘, heißt es dazu von offizieller Seite aus dem Vatikan. ‚Doch unsere Bemühungen waren leider Gottes trotz Interventionen von höchster Stelle vergebens!‘

Man bedauere und verurteile die Entscheidung des Sultanats zutiefst, so der Vatikan: „Homosexualität sei zwar Sünde, aber bekanntlich nur eine Modeerscheinung und in erster Linie eine Krankheit. Ehe man daher derart drastische Maßnahmen ergreift, gebietet einem die christliche Nächstenliebe, den Betroffenen zumindest die Chance zu geben, über alternative Heilpraktiken wieder auf den Pfad der Tugend zurückzufinden.“

Die Steinigung, so ein Sprecher Roms, sei jedenfalls eine ‚Methode des allerdunkelsten Mittelalters‘. Und außerdem nicht notwendig! Aus eigener Erfahrung wisse man, dass sich moderne Mechanismen wie Exorzismus, spanischer Esel oder Selbstgeißelung in der Vergangenheit immer wieder bewährt und in den allermeisten Fällen den gewünschten Erfolg erzielt hätten.

Wurde jedenfalls Zeit, dass die römisch-katholische Kirche in dieser Angelegenheit Klartext spricht und lautstark gegen ein derart inhumanes und reaktionäres Strafmaß auftritt. Und den Worten sogar Taten folgen lässt: Es werde nämlich in Erwägung gezogen, als Protest gegen die Entscheidung des Sultans sämtliche katholischen Priester und Ordensleute aus Brunei abzuberufen.

Letzteres könnte allerdings auch wesenltich profanere Gründe haben: Laut einem Insider müssen in Brunei auf Grund der aktuellen Gesetzesänderung offenbar bis zu 50 Prozent der Geistlichen ab sofort schlicht und einfach um ihr Leben bangen!