Klimaschutz: Tier­gar­ten Schön­brunn ver­bannt Fleisch­fresser

Bild-Quellen: I, Luca Galuzzi, CC BY-SA 2.5, Link & zoovienna.at, Logo, Link ; Bildbearbeitung mit GIMP

Nichts trägt so sehr zum Klimawandel bei wie der tägliche Verzehr von Fleisch. Um ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen, hat der Wiener Tiergarten Schönbrunn als weltweit erster Zoo beschlossen, sämtliche Fleischfresser aus seinen Gehegen zu verbannen und durch Pflanzenfresser zu ersetzen.


Prof. Dr. Dagmar Schratter, Geschäftsführerin und Direktorin des Schönbrunner Tiergartens, zu der ungewöhnlichen Maßnahme: „Der Konsum von Fleisch hat bekanntlich eine äußerst negative Klimabilanz. Unsere Raubtiere wie Löwen, Haie, Krokodile und dergleichen verschlingen täglich enorme Mengen an Fleisch und schneiden daher in Sachen Klimabelastung ganz besonders miserabel ab!“

Um ein Zeichen für Nachhaltigkeit und eine konkrete Maßnahme gegen die globale Erderwärmung zu setzen, habe sich der Tiergarten Schönbrunn daher dazu entschieden, auf einen komplett vegetarischen Tiergarten umzusatteln, so Direktorin Schratter. Laut Plan sollen sämtliche fleischfressenden Käfigtiere bereits in den kommenden Tagen durch klimaschonende Pflanzenfresser ersetzt werden.

Damit die Besucher des berühmten Wiener Zoos auch künftig nicht zur Gänze auf Tiger, Wolf & Co. verzichten müssen, sollen alle ersetzten Raubtiere von qualifizierten Präparatoren fachgerecht konserviert, ausgestopft und in realitätsgetreuen Käfigen auf Drehscheiben ausgestellt werden. Zusammen mit den zugehörigen Tierlauten aus Lautsprechern, so das Versprechen der Tiergartenverantwortlichen, sei dabei so gut wie mit keinerlei Qualitätsverlust zu rechnen!