Der Witterung ein Schnippchen geschlagen

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‚Wie gewonnen so zeronnen‘ dachte sich der Unternehmer Bogdan Slovencka, der eine kleine Firma betreibt, die für die Schneeräumung von Wohnanlagen in Wien und Umgebung verantwortlich ist. Kaum hatte es für einige Stunden geschneit, kam auch schon der Wärmeeinbruch und dem Unternehmen schmolz buchstäblich das Geschäft davon.


Doch der findige Unternehmer wollte sich nicht länger den Launen der Natur aussetzen, schlug auf willhaben.at zu und erwarb dort zum Schnäppchenpreis 50 gebrauchte Schneekanonen. Slovencka: „Ich hatte Riesenglück, irgendso ein Schigebiet aus Kärnten war pleite gegangen, die boten die Dinger zum absoluten Schleuderpreis an!“

Daraufhin wurde der Fuhrpark des Unternehmens mit den Schneekanonen, Wassertanks und Dieselgeneratoren bestückt und in die betreuten Wohnanlagen ausgeschickt. Schneekanonen-Manager Istvan Jovanov: „Falls es einen Hydranten vor Ort gibt, werden die Kanonen einfach dort angeschlossen, ansonst an den im Kofferraum befindlichen Wassertank. Die Generatoren erzeugen den notwendigen Strom. Die Kanonen befinden sich hinten am Rücksitz, Fenster auf und schon schneit’s. Damit eine schöne, gleichmäßige Schneedecke entsteht, fahren wir permanent auf und ab.“

Schneeschauel-Manager Goran Skrbic schwärmt: „Der Kunstschnee ist super locker und lässt sich 1A schaufeln. Je nachdem wie dick beschneit wird, streuen wir dann auch noch Kies oder Salz.“

Bogdan Slovencka ist jedenfalls restlos begeistert: „Wir können unsere Einsätze ab sofort super einfach planen und einteilen, nicht einmal Krankenstände bereiten uns jetzt noch Probleme!“

Der Unternehmer, der diese findige Geschäftsidee eigentlich nur der Globalen Erwärmung zu verdanken hat, möchte dennoch seinen Beitrag zum Umweltschutz leisten: „Nachhaltigkeit ist mir enorm wichtig. Wir tüfteln daher bereits an einer Lösung, um den geschaufelten Schnee für die nächste Beschneiung wiederzuverwenden und so den natürlichen Kreislauf des Wassers zu erhalten.“

In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit ist das Unternehmen sehr stolz, dass durch den Einsatz der neuen Methode bereits drei neue Mitarbeiter über das AMS eingestellt werden konnten. Gerüchten zufolge wird Slovencka außerdem als heißer Kandidat für den ‚Unternehmer des Jahres‘ gehandelt. Wie heißt’s so schön: Köpfchen muss man haben!

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