Linzer Torte: Comedy-Feuerwerk mit Gerda Rogers

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Die meisten Menschen verbinden ja den Jahresbeginn mit einem Kater, dem Neujahrskonzert oder dem Neujahrsspringen in Garmisch. Doch zumindest für all jene, die das Glück haben, Radio Oberösterreich empfangen zu können, ist der erste Tag des Jahres bereits seit vielen Jahren untrennbar mit der ‚Linzer Torte‘ verbunden, einer Radio-Sendung, in der Österreichs berühmtester weiblicher Comedian, Gerda Rogers, gemeinsam mit der ORF-Moderatorin Jutta Mocuba ein regelrechtes Gag-Feuerwerk abbrennt.


Auch heuer wieder gab das bereits seit mehreren Jahren eingespielte Duo ordentlich Gas und eröffnete die Sendung, die sich an den berühmten Late-Night-Shows aus den USA orientiert, mit grandiosen Ratschlägen für die Bewältigung des Jahres 2017. Wassermännern beispielsweise wurde empfohlen, einfach ein Jahr Auszeit zu nehmen. Jungfrau-StudentInnen wurde ein Freibrief zum Blaumachen gemacht, sie können sich im kommenden Jahr leider nicht konzentrieren und brauchen daher erst gar nicht zu den Prüfungen antreten. Und auch für den IS gab es eine Empfehlung: Sie sollten sich 2017 nicht länger auf Allah berufen sondern auf die Konstellation von Uranus und Pluto, die leider im Wassermannzeitalter extrem beschissen zueinander stehen.

Wir wollten von Gerda Rogers, die sich mit der Sendung ein Geburtstagsgeschenk zu ihrem 75er machen durfte, wissen, wie es ihr gelingt, trotz Alters und auch nach 25 Jahren Comedy im ORF nach wie vor Gags am laufenden Band zu produzieren: „Wissen Sie, ich schaue unheimlich gerne Fantasy-Filme. Das regt meine Fantasie an, das inspiriert mich auch nach so vielen Jahren noch immer wieder von Neuem. Und natürlich Monty Python! Die Mitglieder dieser Truppe trafen sich, dachten sich einen Schwachsinn nach dem anderen aus und hatten dabei wahrscheinlich den Spaß ihres Lebens. Dieses Erfolgsrezept habe ich mit meinem Astrologie-Zirkel kopiert, dort rennt der Schmäh, in diesen Runden entstehen meist die abgefahrensten Ideen. Und wenn einmal gar nichts Brauchbares herauskommt, dann ziehe ich mir privat schon auch mal etwas rein, das hat bisher noch jede Blockade beseitigt. Ich bin jedenfalls unheimlich stolz darauf, für all meine Sendungen nach wie vor keine fremden Gagschreiber benötigen zu müssen.“

Die Frage, ob sie mit ihren Ratschlägen nicht manchmal Gefahr laufe, in den Bereich der Fake-News eingereiht zu werden, beantwortet Rogers so: „Ach wissen Sie, die Österreicherinnen und Österreiher sind ein unglaublich gescheites Volk. Ich halte beim besten Willen niemanden für so dumm, tatsächlich auch nur ein Wort von all diesem Sternen-Humbug ernst zu nehmen. Nein, da kennen Sie unsere Landsleute schlecht, wenn Sie glauben, jemand könnte das für bare Münze nehmen!“

Wir von der Entenpresse finden jedenfalls: Solange derlei Sendungen fixer Bestandteil im ORF sind, sind die GIS-Gebühren jeden einzelnen Cent wert und Matthias Strolz möge sich mit seiner Initiative ‚GIS abdrehen‘ brausen gehen. Schade nur, dass die ‚Linzer Torte‘ auf Oberösterreich und einmal im Jahr beschränkt ist: Sie sollte unserer Meinung nach wöchentlich in die Dienstag Nacht aufgenommen werden – wo die Show dann mit Stermann & Grissemann um die Gags wetteifern kann.

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