Chinesische Super League: Mega-Angebot für Paul Scharner

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Bild-Quelle: Ralf Roletschek (talk) – Infos über Fahrräder auf fahrradmonteur.de Wiki-Technologie für Schulen und UnternehmenEigenes Werk, CC BY-SA 3.0

Die geradezu aberwitzigen Angebote aus der chinesischen Super League für europäische und südamerikanische Fußballer mit teils unfassbaren Millionengagen gehen ungebremst weiter. Nachdem zuletzt Axel Witsel sogar ein Offert von Juventus Turin zugunsten des Aufsteigers Tianjin Quanjian ausgeschlagen hat, um für kolportierte 60 Mio. Euro künftig in China zu kicken, erreichen die Lockrufe aus dem fernen Osten nun erstmals auch den österreichischen Fußball.


 

Paul Scharner, ehemaliger ÖFB-Teamspieler, lange Zeit in der englischen Premier League aktiv und derzeit beim SC Eisenstadt, bestätigt im Interview mit der Entenpost erste Kontakte zum chinesischen Club Jiangsu Suning: „Es stimmt, die Chinesen sind auf der Suche nach einem erfahrenen Mittelfeldspieler, einem Routinier, der etwas vom Fußball versteht, der Akzente setzt und das Spiel gestalten kann. Der notfalls sogar das Training der Mannschaft übernehmen kann!“

Dass Scharner ablösefrei zu Jiangsu Suning wechseln könnte, dürfte bei den Summen, die in der Super League aktuell für Kicker aus aller Welt ausgegeben werden, kaum eine Rolle spielen. Die Chinesen sind angeblich bereit, sein aktuelles Gehalt beim SC Eisenstadt zu verdreifachen und sämtliche Flugspesen zu übernehmen, sollte er wider Erwarten doch wieder ins ÖFB-Team einberufen werden.

Scharner: „Die gebotene Gage ist natürlich ein starkes Argument für einen Wechsel nach China. Andererseits habe ich hier beim SC Eisenstadt meinen Fixplatz. Und so einen Stammplatz im zentralen Mittelfeld fordere ich natürlich beim chinesischen Club ebenfalls, egal ob die dort bereits einen Ramires oder wen sonst auch immer für diese Position verpflichtet haben!“

An diesem kleinen Detail dürfte die Fixierung des Deals derzeit noch scheitern. Wir halten dem ehemaligen England-Legionär die Daumen. Querdenker und gerade Micheln, die sich kein Blatt vor den Mund nehmen, braucht der Fußball! Unser Land kann Aushängeschilder für den österreichischen Fußball nach der enttäuschend verlaufenen Euro dringend gebrauchen. Und wer weiß, vielleicht klappt es bei einem Engagement in China danach auch wieder mit einem Comeback unter Marcel Koller.

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