Nachhaltige Luftraum­über­wachung: Peter Pilz präsentiert E-Fighter statt Euro­fighter

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Groß war der Wirbel, als Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil vor Kurzem in der Causa Eurofighter Strafanzeige gegen Airbus erstattete. Und wenn das Wort ‚Eurofighter‘ fällt, ruft das in Österreich unweigerlich eine Person auf den Plan: Peter Pilz, Aufdecker der Nation, witterte sogleich die Chance, einen Untersuchungsausschuss 2.0 ins Leben zu rufen. Denn mit diesem verfolgt der Sicherheitssprecher der Grünen ganz konkrete Ziele: Eurofighter-Kauf rückabwickeln, Kampfjets retournieren und – ganz im Sinne der Öko-Partei – durch umweltfreundliches Fluggerät ersetzen.


In einer eigens einberufenen Pressekonferenz in Wien Neubau präsentierte Peter Pilz der Öffentlichkeit, wie sich die Grünen künftig die Luftraumüberwachung Österreichs vorstellen: „Es gibt da in Graz ein sehr interessantes Startup-Unternehmen namens ‚Eco Wings‘. Mittels Kraut-Funding sollen dort Elektro-Flugzeuge hergestellt werden, die komplett ohne fossile Treibstoffe auskommen. Es ist auch ein Modell namens E-Fighter geplant, das für militärische Zwecke gedacht ist und mit unterschiedlichsten Waffen bestückt werden kann: Das reicht von der täuschend echten Torpedo-Attrappe über einen Wasserwerfer bis hin zur ökologischen Luftdruck-Rakete.“

Auf die Frage zur Reichweite des E-Fighters meinte der grüne Sicherheitssprecher: „Je nach Wetter kommt der E-Fighter mit einer vollen Batterie-Ladung auf 50 bis 100 Kilometer. Bei Sonnenschein kommen nochmals rund 20 Kilometer über die Solar-Paneele auf den Tragflächen hinzu. Und wenn das Flugzeug bei günstiger Windströmung in den Gleitmodus übergehen kann, lässt sich die Flugdistanz sogar verdoppeln! Während die Eurofighter also mit einmal Gas-Geben fast schon am anderen Ende der Staatsgrenze angelangt sind, ist der E-Fighter geradezu ideal für Österreich.“

Auch was die Umweltbelastung durch Lärm betrifft, dürfte der E-Fighter im Vergleich zu den EADS-Bombern klar im Vorteil sein. Peter Pilz: „Die E-Fighter gleiten praktisch lautlos durch die Luft. Während man den Eurofighter schon von Weitem anbrausen hört, kann der Feind beim E-Fighter so gut wie aus dem Nichts überrascht werden. Die Dezibel-Werte sind so gering, dass der E-Fighter sogar für Vögel gefährlich werden kann. Um Zusammenstöße zu vermeiden, sind deshalb der Rumpf und die Tragflächen auf der Unterseite des Flugzeugs mit diesen schwarzen Vogelaufklebern ausgestattet.“

Da der E-Fighter senkrecht starten und landen können wird, ist das Aufladen der Batterie praktisch überall dort möglich, wo eine haushaltsübliche 230 Volt-Steckdose und ein Verlängerungskabel zur Verfügung stehen. Peter Pilz: „Die Batterie des aktuellen Prototyps lässt sich in rund 14 Stunden vollständig aufladen. Der Hersteller Eco Wings ist jedoch zuversichtlich, hier noch 2-3 Stunden rausholen zu können. Der E-Fighter sollte somit in weniger als einem halben Tag für seine nächste Mission startklar sein, was in Militärkreisen für ein neutrales Land wie Österreich als völlig ausreichend angesehen wird.“

Peter Pilz abschließend: „Es zählt nicht nur der Kampf gegen feindliche Armeen, es geht auch um den Kampf gegen den Klimawandel. Mit diesem Flugzeug, das noch dazu 100% ‚Made in A‘ ist, setzt Österreich ein Ausrufezeichen für eine nachhaltige Luftraumüberwachung. Mit ihm kommen wir dem Ziel Österreichs, unabhängig von Erdöl und anderen fossilen Rohstoffen sein zu wollen, ein beträchtliches Stück näher. Und um das Geld, um das wir die Eurofighter gekauft haben, können wir uns soviele E-Fighter leisten, dass wir gar nicht wissen, wo wir die überall stationieren sollen. Und die Eurofighter? Die können ein für allemal abbrausen.“

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