Päpstlicher Kapperl-Klau hat Nachspiel

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Die meisten Menschen fanden das Mädchen ja eigentlich süß, das dem Papst seine Kappe vom Kopf stibitzte, als dieser ihm gerade ein Bussi geben wollte. Das Video davon wurde gar zum Internet-Hit. Doch die harmlos anmutende Aktion hat nun ein Nachspiel, wurden bei dem unerlaubten Griff zur Kappe des Pontifex doch gleich zwei der 10 Gebote gebrochen – ein absolutes Nihil-Vade für Kirchenrechtler des Heiligen Stuhls!


Vatikan-Sprecher Agnatius Bianchi bestätigte auf Anfrage der Entenpost, dass das Mädchen mit kirchenrechtlichen Konsequenzen rechnen wird müssen: „Das Mädchen ist unserer Ansicht nach alt genug, um die 10 Gebote zu kennen. Im 4. Gebot heißt es, du sollst Vater und Mutter ehren. Auch wenn Papst Franziskus nicht ihr leiblicher Vater ist, so ist er doch der Heilige Vater und das Gebot wird damit schlagend. Und dass das Mädchen gegen das 7. Gebot verstoßen hat, ist ja wohl ziemlich offensichtlich.“

Das Mädchen muss auf Grund seines Vergehens mit einem zweiwöchigen Aufenthalt in einer katholischen Besserungsanstalt rechnen. Dafür vorgesehen ist die Kartause Vedana in der Nähe der italienischen Gemeinde Sospirolo, in der Nonnen in Abgeschiedenheit und strenger Klausur leben. Dort sollte der kleine Langfinger bei Fasten und Medidation ausreichend Gelegenheit finden, in sich zu gehen und die eigene Tat kritisch zu reflektieren.

Bianchi: „Einerseits gebietet uns die Heilige Schrift natürlich Barmherzigkeit, doch wir müssen andererseits verhindern, dass derlei Aktionen in Hinkunft Schule machen. Wir wollen uns jedenfalls nicht den Vorwurf machen lassen, nichts unternommen zu haben, wenn beispielsweise als nächstes ein kleiner Frechdachs Donald Trump beim Bad in der Menge das Toupet vom Kopf reißt oder sich gar ein kleiner Schlingel den Hut von der Queen schnappt.“

Auf Nachfrage, ob das Mädchen auf Grund seiner Minderjährigkeit nicht eigentlich Straffreiheit genießen sollte, hat der Vatikan-Sprecher eine ganz klare Antwort: „Vor dem Herrn sind alle Menschen gleich. Weder Geschlecht noch Alter machen für unseren Vater im Himmel einen Unterschied. Eine Sünde wiegt daher nicht weniger schwer, nur weil ein Kind sie begangen hat. Das verhängte Strafausmaß liegt außerdem am unteren Ende und kann somit als absolut milde bezeichnet werden.“

Der Vatikan hat nach dem Vorfall übrigens selbst auch Konsequenzen angekündigt: Der päpstliche Kappen-Hersteller wurde dazu aufgefordert, ein Modell zu entwerfen, das mittels Saugnapf am Kopf des Heiligen Vaters befestigt werden kann. Denn auch wenn der Papst den Kappen-Klau des Mädchens mit Humor genommen hat: Bei einem doppelten Vergehen gegen die 10 Gebote hört sich irgendwann der Spaß dann auf!

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