Erstes Nicht-Esser-Lokal in Wien eröffnet

Bild-Quelle: Pixabay

Auch schon mal über den intensiven Kebap-Geruch vom Nachbarstisch geärgert? Erst unlängst vom Beisl nach Hause gekommen und das ganze Gewand stank auch am nächsten Tag noch nach Frittenbude? Genau das dachte sich auch ein findiger Wirt aus Ottakring – und eröffnete im Februar das erste Nicht-Esser-Lokal in Wien.


Ferdinand Kernschuh, Besitzer des ’16er Ferdl‘: „Inspiriert haben mich ja eigentlich die Wiener Linien, die vor Kurzem diese „Kotzt mich an“-Sujets plakatiert haben. Ich dachte mir, meinen Gästen geht’s in Wirklichkeit genauso. Also beschloss ich, nicht lange zu fackeln und habe kurzerhand mein Beisl in das erste Nicht-Esser-Lokal Wiens umgewandelt.“

Wie das in der Praxis funktioniert, erklärt Kellnerin Hermine Prantl: „Essen können die Leut bei uns natürlich weiterhin, aber sie müssen halt, sobald das Bestellte kommt, vor die Haustür gehen. Für die kalte Jahreszeit haben wir als kleinen Service hinten im Hof ein Heizschwammerl aufgestellt.“

Fritz Kriwaneck, langjähriger Stammgast, war am Anfang sehr skeptisch, steht mittlerweile allerdings voll und ganz zum Essverbot: „Ja schaun’S, früher saß ich mit meinem Krügel am Stammtisch und hab mir gemütlich eine angraucht, und dann servieren’s am Nachbarstisch eine Calzone oder ein Gulasch, da hab‘ ich mich dann schon des öfteren extrem unangenehm belästigt gefühlt. Das ist jetzt Gott sei Dank vorbei, da hat der Ferdl echt einen guten Riecher gehabt, werden’S sehen, da ziehen andere definitiv nach!“

Einige Monate sind seit der Umstellung vergangen und Ferdinand Kernschuh zieht eine erste Bilanz: „Logo, Veränderungen kommen anfangs meist nie gut. Aber mittlerweile hat sich das rumgesprochen und das Lokal ist so gut besucht wie schon lange nicht!“

McDonald’s, das auf Grund einbrechender Umsätze immer wieder nach innovativen Ideen Ausschau hält, sieht in Kernschuhs Lösung ein enormes Potential und hat bereits erste Gespräche mit dem Ottakringer Wirt geführt. Dieser war jedenfalls so schlau und hat sein Geschäftsmodell vorsorglich patentieren lassen.

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