Peinlich: Selbst­fahrendes Auto bei Führer­schein­prüfung durchgefallen

Bild-Quelle: Flckr user jurvetson (Steve Jurvetson). Trimmed and retouched with PS9 by Mariordohttp://commons.wikimedia.org/wiki/File:Jurvetson_Google_driverless_car.jpg, CC BY-SA 2.0, Link

Vorschrift ist bekanntlich Vorschrift. Und für das Lenken eines PKWs auf österreichischen Straßen wird laut Straßenverkehrsordnung nun einmal eine bestandene Führerscheinprüfung vorausgesetzt. Aus diesem Grund musste nun erstmals auch ein selbstfahrendes Auto, das bereits seit Dezember vergangenen Jahres testweise auf österreichischen Autobahnen unterwegs war, an die Prüfung ran – und ist beim theoretischen Teil völlig unerwartet durchgefallen!


Warum die in dem selbstfahrenden Auto eingesetzte Software namens ‚Google Chauffeur‘ die Prüfungsfragen nicht korrekt beantworten konnte, wird gerade ausgiebigst untersucht. Derzeit ist lediglich bekannt, dass  das Programm nicht nur bei einer Frage, sondern gleich mehrfach scheiterte. Dem Vernehmen nach lag der Computer bei den Themen Rettungsgasse, Rechtsfahrgebot und Sicherheitsabstand völlig daneben.

Google-Ingenieur Sebastian Thrun, hauptverantwortlich für die Software der autonomen Fahrzeuge, hat noch keine plausible Erklärung, wie es dazu kommen konnte, dass ausgerechnet und noch dazu ein überaus leistungsstarker Computer, der in den Autos eingesetzt wird, an den Prüfungsfragen gescheitert ist. Thrun: „Wir sind eigentlich davon ausgegangen, dass es sich bei der Prüfung lediglich um eine Pro-Forma-Angelegenheit handeln würde. Umso ernüchternder ist natürlich dieses Ergebnis. Wir müssen nun genauestens analysieren, inwiefern die Algorithmen, die bei unserer Software zum Einsatz kommen, dermaßen danebenhauen konnten!“

Erstaunlich ist das Fehlverhalten des Computers insofern, als dieser zu Beginn der Testphase mit sämtlichen Informationen aus dem Buch der Perlen-Reihe ‚Moderne Autoschule Führerschein Gruppe B‘ gefüttert wurde und dort jene Fragen, die bei der Prüfung von der Software falsch beantwortet wurden, korrekt beschrieben sind. Thrun: „Ich verstehe das beim besten Willen nicht. Wir waren in der Testphase soviele tausende Kilometer auf österreichischen Autobahnen unterwegs! Irgendetwas muss bei unserem Computer-Programm, das ständig mittels Beobachtung und dadurch gewonnener neuer Informationen selbstständig dazulernt, schief gelaufen sein. Vielleicht müssen wir uns aber einfach auch nur eingestehen, dass die Künstliche Intelligenz doch noch wesentlich weiter vom Menschen entfernt ist, als wir uns das eigentlich erhofft hätten.“

Mit den Testfahrten auf den Autobahnen ist es auf Grund des Prüungsergebnisses fürs erste einmal vorbei. Ohne Behebung des Fehlers in der Software würden autonome Fahrzeuge, denen es offenbar an simplem Basiswissen mangelt, eine massive Gefährdung für die Verkehrssicherheit auf österreichischen Straßen bedeuten.

All jene, die durch die rapide fortschreitende Technologie bereits Zustände wie im Film Terminator kommen gesehen haben, in denen Maschinen die Menschheit überrollen, können jedenfalls aufatmen: Bis es soweit ist, müssen sich die Dinger offenbar vorher noch ganz schön viel von uns Menschen abschauen!

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