Rendi-Wagner: Frauen­ministerium veröffentlicht Leitfaden für geschlechts­neutrales Fluchen

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Am Tag ihrer Angelobung hatte sie es versprochen: Die neue Gesundheits- und Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner wolle nicht nur am Frauentag Politik für Frauen machen, sondern täglich für die Gleichstellung von Mann und Frau eintreten und für die Rechte der Frauen kämpfen. Dass es die Ministerin mit ihrer Ankündigung ernst gemeint hat, bewies Rendi-Wagner bereits wenige Wochen nach Amtsantritt: Das Frauenministerium veröffentlichte vor kurzem ein Handbuch für politisch korrektes und geschlechtsneutrales Fluchen.


Ministerin Rendi-Wagner unterstrich anlässlich der Präsentation der Broschüre die Wichtigkeit für dieses frauenpolitisch höchst brisante Thema: „Fluchen ist eindeutig männlich dominiert! Vom Aansertrottl über den Schneebrunzer bis hin zum Zaunsoacha stehen – wie so oft in der Vergangenheit – hauptsächlich die Männer im Fokus! Ich habe daher gleich am ersten Tag nach meiner Angelobung eine Expertinnenkommission eingesetzt, um sich mit dieser Thematik auseinander zu setzen und einen Leitfaden zu erstellen, damit wir diesem Problem endlich Frau werden.“

Dass diese Kommission mit Fachleuten besetzt wurde, die sich in der Vergangenheit bereits ausgiebig mit geschlechtsneutralen Formulierungen beschäftigt hatten, ist kaum zu übersehen, spielt doch auch in diesem Leitfaden das Binnen-I eine nicht unwesentliche Rolle. So wird beispielsweise empfohlen, künftig die Formulierungen ‚BrunzerIn‘ oder ‚BowidlscheißerIn‘ zu verwenden. Ausdrücke, in denen das Binnen-I nicht angewandt werden kann, müssen künftig mit beiden Geschlechtsbezeichnungen ausformuliert werden. ‚Geh scheißn, Oide und Oida!‘ wäre ein Beispiele dafür, wie man ab sofort politisch korrekt zu verstehen gibt, dass einem Eine oder Einer gestohlen bleiben kann bzw. dass man über etwas ziemlich erstaunt ist.

Wer in der Hitze des Gefechts all zu leicht auf Benimm-Regeln vergisst oder wem diese Formulierungen zu lang erscheinen, dem seien Ausdrücke ans Herz gelegt, die von vornherein beide Geschlechter beinhalten und so per Definitionem als geschlechtsneutral bezeichnet werden können. In diese Kategorie fallen beispielsweise Begriffe wie ‚Saubeidl‘, ‚Schastrommel‘ oder ‚Oarschkretzn‘.

Ministerin Rendi-Wagner gab bei der Vorstellung der ‚Anleitung zum korrekt gegenderten Fluchen‘ auch gleich das Versprechen, dass man im Parlament mit gutem Beispiel vorangehen werde: „PolitikerInnen, die sich nicht an die Richtlinien aus unserem Leitfaden halten, müssen ab sofort damit rechnen, einen Ordnungsruf von der Nationalratspräsidentin zu erhalten. Es soll beispielsweise nicht wieder vorkommen, dass einer Abgeordneten oder einem Abgeordneten nur noch der frauenfeindliche ‚Hurensohn‘ über die Lippen kommt! Wir wollen mit unserem Handbuch und der Vorbildwirkung im Parlament die Öffentlichkeit dafür sensibilisieren, dass es auch auf diesem Gebiet höchst an der Zeit ist, für eine Gleichstellung von Frau und Mann zu sorgen!“

Auch wenn einem zum neuen Fluch-Guide des Frauenministeriums nur der Spruch ‚Des interessiert mi so vü wia a Schas im Woid‘ einfallen sollte: Wer etwas auf sich hält und mit der Zeit gehen möchte, der ersetze einfach den Schas durch die Blähung – und schon ist wieder alles vollkommen paletti!

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