Extreme Hitze in der Wiener City: Fiaker satteln auf Kamele um

Bildquellen: Pixabay; Bildbearbeitung mit GIMP

Nicht nur der Mensch leidet derzeit unter der extremen Hitze in der Wiener Innenstadt, auch Tieren – und ganz besonders den Fiaker-Pferden – machen die hohen Temperaturen arg zu schaffen. Die Wiener Grünen forderten daher unlängst hitzefrei für Fiaker-Pferde schon ab 30 Grad. Da die vielen Hitzetage auf Grund des Klimawandels mittlerweile immer mehr zur Norm werden, hat die Fiaker-Innung den Entschluss gefasst, die Pferde durch Kamele zu ersetzen. Nur so könne künftig auch bei Sahara-Temperaturen der Betrieb durchgängig angeboten werden.


Ferdl Kernschuh, Pressesprecher der Wiener Fiaker-Innung zu den angekündigten Plänen: „Kamele können im Unterschied zu Pferden sowohl mit extremer Hitze als auch mit kühleren Temperaturen ganz locker umgehen. Das sind die von der Wüste gewohnt, wo am Tag die Sonne runterknallt und in der Nacht die Temperaturen oft auf 10 Grad oder weniger sinken. Darüberhinaus sind die Tiere wieselflink, die schnelleren schaffen bis zu 40 km/h! Die Wüstenschiffe sind außerdem extrem genügsam: Einmal die Woche saufen sie sich ordentlich mit Wasser voll und zum Fressen reicht eine Handvoll Datteln pro Tag. Das Umsatteln auf Kamele dürfte sich somit innerhalb kürzester Zeit amortisieren.“

Ursprünglich habe man sich eigentlich diverse Angebote von E-Horse-Anbietern angesehen, doch die Technik dieser umweltfreundlichen Pferde-Alternative sei noch zu wenig ausgereift. Ganz zu schweigen von den horrenden Anschaffungskosten, die durchaus mit neueren Tesla Modellen vergleichbar seien. Daraufhin wurde Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer ausgeschickt, der glücklicherweise in Saudi Arabien mit Hilfe von diversen Nebengeschäften einen super günstigen Kamel-Deal unter Dach und Fach bringen konnte.

Ferdl Kernschuh: „Ein Gutes haben die momentanen Temperaturen: Wir nutzen die hitzefreien Tage gleich dazu, dass alle Fiaker den Kamel-Führerschein machen. Und gleichzeitig schulen wir die Pferdeäpfel-Sammler auf Kamel-Mist um, der in getrockneter Form ein fantastischer Brennstoff ist. Wir konnten die Fernwärme Wien als Kooperationspartner gewinnen und mit diesem Abkommen eine weitere Win-Win-Situation erzielen.“

Angesprochen auf die Frage, wie die Touristen auf die Umstellung reagieren werden, erwidert Kernschuh: „Natürlich sind Kamele und Pferde unterschiedlich: Die einen sind Paarhufer, die anderen Unpaarhufer. Aber mal ehrlich, welcher Tourist kennt tatsächlich diesen Unterschied!? Wir gehen daher davon aus, dass die wenigsten den Wechsel bemerken und gleichzeitig hocherfreut sein werden, künftig auch bei 40 Grad und mehr mit dem Fiaker eine Rundfahrt durch Wien genießen zu können!“

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