Wolfgang Sobotkas berufliche Zukunft: Mediator oder Rückkehr an alte Wirkungs­stätte

Bild-Quelle: Michael Kranewitter – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 at, Link

Ungewohnte Situation für Wolfgang Sobotka: Während der Innenminister in den letzten Wochen praktisch permanente im Rampenlicht stand, ist es seit dem Rücktritt von Parteiobmann Reinhold Mitterlehner ziemlich ruhig um ihn geworden. Und alles spricht nur noch von Sebastian Kurz, der als Nachfolger für den ÖVP-Parteichef gehandelt wird. Doch es wäre nicht Wolfgang Sobotka, würde der umtriebige Noch-Minister nicht die Zeit nutzen, um bereits an seiner beruflichen Zukunft zu basteln. Ein mögliches Szenario: Sobotka macht sich selbständig und bietet seine Dienste künftig als Mediator an.


Der Innenminister dazu im Gespräch mit der Entenpost: „Ich glaube, die vergangenen Monate haben gezeigt, dass ich als Vermittler und Verbinder zwischen SPÖ und ÖVP eine gute Figur abgegeben habe. Mein Motto lautet seit eh und je: Emotionen raus! Und es ist mir auch lange Zeit geglückt, bei den zahlreichen Konflikten zwischen den beiden Regierungsparteien auf Grund meiner ruhigen, besonnenen Art und jeder Menge psychologischem Fingerspitzengefühl auch in extremen Situationen Konsens herzustellen. Gerne würde ich Konfliktparteien auch künftig in ihrem Lösungsprozess begleiten!“

Laut Sobotka wäre die Regierung wahrscheinlich schon wesentlich früher in die Brüche gegangen, hätte er es mit seinem Geschick und seiner Rhetorik der Verständigung nicht geschafft, immer wieder die erhitzten Gemüter zu beruhigen und die Diskussionen zurück auf eine sachliche Ebene zu führen. Sobotka: „Mir geht Harmonie über alles! Schon als Lehrer damals in Waidhofen an der Ybbs war ich stets darauf bedacht, dass die Kinder ein gütliches Miteinander pflegen und Konflikte erst gar nicht hochkommen. Natürlich ist hie und da ein etwas lauteres Wort erforderlich, aber es muss halt immer im Rahmen bleiben!“

Apropos Lehrer: Eine Rückkehr als Pädagoge wäre eine weitere Variante, wie Sobotka seine berufliche Zukunft gestalten könnte. Dazu Wolfgang Sobotka: „Man sollte sich ja eigentlich nicht selbst loben – und manche ehemalige Kollegen hören das vielleicht nicht so gern – aber ich war definitiv einer der beliebtesten Lehrer an meiner AHS in Waidhofen. So wie unlängst in der niederösterreichischen Landesregierung haben sie mich auch damals im Gymnasium nur ungern gehen lassen. Für eine Rückkehr an meine alte Wirkungsstätte würde mir mit Sicherheit Tür und Tor offenstehen.“ Sollten diesem Schritt bürokratische Hürden im Weg stehen, wäre es für einen in Niederösterreich bestens vernetzten Mann wie Sobotka eine Kleinigkeit, diese rasch aus dem Weg zu räumen.

Oder aber Sobotka geht völlig neue Wege: „Eine Yoga-Ausbildung würde mich reizen. Für jemanden, dessen Credo ohnehin die innere Ruhe ist, sollte es ein Kinderspiel sein, innerhalb kürzester Zeit zum Yoga-Meister heranzureifen.“

Wie immer er sich – oder Erwin für ihn – entscheiden mag: Medien, Politik und Öffentlichkeit werden Wolfgang Sobotka sicherlich äußerst vermissen. Und wieder einmal nur ungern gehen sehen …

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