Grüne Antwort auf Sebastian Kurz: Flora Petrik übernimmt Parteivorsitz

Bild-Quellen: Die Grünen – Die grüne Alternative Österreich – Die Grünen – Die grüne Alternative Österreich, Logo, Link und Junge Grüne Österreichs – Junge Grüne Österreichs – www.junge-gruene.at, Attribution, Link; Bildbearbeitung mit GIMP

Unerbittlich drehte sich zuletzt das Verjüngungskarussell in der heimischen Politik: Die Langzeit-Landeshauptleute Erwin Pröll und Josef Pühringer übergaben ihre Ämter, bei Michael Häupl ist es nur noch eine Frage der Zeit, und unlängst übernahm Sebastian Kurz in der ÖVP die Obmannschaft von Reinhold Mitterlehner. Dem wollten die Grünen offenbar nicht länger tatenlos zusehen und besetzen nach dem plötzlichen Abgang von Parteichefin Eva Glawischnig die vakant gewordene Parteispitze mit der erst 23-jährigen Flora Petrik.


Für Grün-Insider kommt die Wahl der grünen Nachwuchshoffnung nicht überraschend, gilt sie doch auf Grund ihrer bisherigen, stets konsens-orientierten Politik bei den Jungen Grünen als pragmatische Vermittlerin zwischen Realos und Fundis. Vor allem der EU-Abgeordnete Michel Reimon, der als politischer Zieh-Vater von Petrik gilt, zeigte sich erfreut über diese ‚echte‘ Verjüngung bei den Grünen: „Ich bin froh, dass wir mit den Jungen Grünen einen Pool an Nachwuchstalenten zur Verfügung haben, aus dem gleich mehrere Kandidatinnen und Kandidaten jederzeit den Parteivorsitz übernehmen könnten! Natürlich war Loyalität bei unserer Wahl ein wichtiges Kriterium, deshalb freut es mich besonders, dass Flora zum Zug gekommen ist.“

Inhaltlich ist die aus Kleinhöflein im Burgenland stammende Petrik schwer einzuordnen. Mit der Einführung von Gratis-Öffis und einem Ende des Bettelverbots dürfte sie jedoch zwei heiße Themen in den Wahlkampf einbringen, die für frische Abwechslung sorgen. Dazu Flora Petrik: „Die ewigen Asyl- und Sicherheitsdebatten gehen den Menschen mittlerweile schon am Arsch vorbei. Es ist höchst an der Zeit, dass wir Politik wieder auf jene Themen fokussieren, die der Bevölkerung tatsächlich unter den Nägeln brennen!“

Auch die zurückgetretene Parteiobfrau Eva Glawischnig begrüßte in einer ersten Reaktion die ‚mutige‘ Entscheidung der grünen Gremien: „Ich bin sehr erleichtert, dass mein politisches Erbe in so talentierte Hände übergeben wird. Und natürlich freut es mich, dass neuerlich eine Frau an der Spitze stehen wird. Mit Flora Petrik wird es gelingen, die Grünen in Zukunft noch breiter aufzustellen. Und ich finde es ehrlich gesagt ganz ganz toll, dass wir nun mit einer Spitzenkandidatin in den Nationalratswahlkampf gehen, neben der sogar ein Sebastian Kurz ziemlich alt aussieht!“

Lesen Sie den vorherigen Eintrag:
Champions League ab 2018: ORF und Sport + sichern sich Viertel-Übertragungs­rechte

Während der deutsche öffentlich rechtliche Sender ZDF wahrscheinlich leer ausgeht, sicherte sich der ORF in letzter Minute doch noch die...

Schließen