Aktionswochen in Nordkorea: Raketentests für kurze Zeit zum Diskontpreis

Bild-Quellen: By Vitaly V. Kuzminhttp://vitalykuzmin.net/?q=node/410, CC BY-SA 4.0, Link, Wikipeda; Bildbearbeitung mit GIMP

Raketentests durchzuführen kann ganz schön kostspielig, aufwändig und mühsam sein: Umweltverträglichkeitsprüfungen, Anrainerbeschwerden wegen Lärmbelästigung, vorzeitige Explosionsgefahr, Suche nach geeigneten Einschlagsorten, Pazifisten-Demos, etc. Immer mehr Armeen bedienen sich daher des Outsourcings und lassen ihre Tests von echten Profis wie beispielsweise Nordkorea durchführen. Und für Militärs weltweit heißt es jetzt zugreifen, denn das Regime in Pjöngjang bietet Raketentest im Rahmen seiner Aktionswochen ‚5+1 gratis‘ für kurze Zeit zum Diskontpreis!


Der nördliche Teil der koreanischen Halbinsel ist weder reich an Bodenschätzen noch besonders interessant für den Tourismus, weswegen sich das Land mangels Alternativen in den letzten Jahren voll und ganz auf das Nischenprodukt Raketentests konzentriert hat. Anfänglich noch belächelt entwickelte sich die Demokratische Volksrepublik Korea mit dem aus Asien gewohnten Fleiß und unbeeindruckt von abschätzigen Bemerkungen aus dem Ausland innerhalb kürzester Zeit zum Weltmarktführer in Sachen Raketentests.

Die Produktpalette umfasst mittlerweile das gesamte Sortiment von Kurz- über Mittel- bis hin zu Langstreckenraketen, wahlweise und gegen einen geringen Aufpreis auch mit atomaren Sprengköpfen bestückt. Das Regime verfügt seit kurzem über die nötige Infrastruktur, um Abschüsse im Wochentakt durchzuführen. Der für das Raketentestprogramm in Nordkorea zuständige General Shiwon Cheong gibt sich allerdings zuversichtlich, dass diese Frequenz noch weiter gesteigert werden könne. Dies wird wohl auch notwendig sein, denn bei den ‚5+1 Gratis‘-Wochen dürfte mit einem weltweiten Ansturm zu rechnen sein.

Auch beim österreichischen Bundesheer denkt man offenbar darüber nach, bei diesem einmaligen Angebot zuzuschlagen. Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil: „Wir rechnen fix damit, dass wir uns aus dem Eurofighter-Kauf zumindest ein bis zwei Milliarden Euro zurückholen können. Dieses Geld sollten wir sinnvollerweise für den Ankauf von zumindest 6 Mittelstreckenraketen nutzen, die wir dann gleich im Zuge der nordkoreanischen Aktionswochen dort testen lassen könnten. Wenn diese Tests positiv verlaufen, würden wir im Feuerkraftindex ordentlich Plätze gutmachen und könnten dadurch die Sicherheit für Österreich schlagartig erhöhen.“

Wie lange die Aktionswochen gehen werden, wollte der Obersbefehlshaber der Koreanischen Volksarmee, Kim Jong-un, vorerst noch nicht bekannt geben. Sicherheitshalber sollte man daher nicht lange herumfackeln, die Raketentest-Bestell-App von der Website des Regimes runterladen und am besten noch heute zuschlagen!

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