Nervenzu­sam­men­bruch: Thea­ter­kri­ti­ker erleidet bei Krip­pen­spiel schweren Schock

Krippenspiel mit Kindern
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Im wahrsten Sinne des Wortes ‚dramatische Szenen‘ spielten sich gestern Nachmittag in einer Pfarre im 4. Wiener Gemeindebezirk ab: Ein Theaterkritiker erlitt kurz nach Beginn der Generalprobe zum diesjährigen weihnachtlichen Krippenspiel im Rahmen der Kinder-Mette am 24. Dezember einen Nervenzusammenbruch. Der Kultur-Journalist musste mit der Rettung ins Otto-Wagner-Spital auf der Baumgartner Höhe eingeliefert werden. Sein Zustand ist laut Angaben der behandelnden Ärzte äußerst kritisch, er dürfte mehrere Monate arbeitsunfähig sein!


Noch ist unklar, ob der Nervenzusammenbruch mit dem in der Kirche dargebotenen Theaterstück ursächlich in Zusammenhang steht, der Mann ist nach wie vor nicht ansprechbar. ‚Eine akute Belastungsreaktion wird üblicherweise durch ein traumatisches Ereignis wie Naturkatastrophen oder Todesfälle ausgelöst‘, so Primarius Dr. Christian Czermak vom Otto-Wagner-Spital.

Dass das Krippenspiel für die Schockreaktion des Theaterkritikers verantwortlich sein könnte, glaubt Jungschar-Leiterin Eleonore Hasenpflug nicht. Sie hat das alljährliche Hirtenspiel mit ihren kleinen, höchst engagierten Darstellern über mehrere Wochen einstudiert. Hasenpflug vermutet vielmehr fortdauernde Arbeitsüberlastung, wie es bei Journalisten häufig vorkomme, als Ursache für den tragischen Vorfall bei der Generalprobe.

Zwar würden manche der Kinder Lampenfieber-bedingt gelegentlich ihren Text vergessen, und die Maria habe vielleicht heuer nicht unbedingt die allerlauteste Stimme. Doch im Großen und Ganzen unterscheide sich die schauspielerische Leistung und auch das Bühnenbild nicht wesentlich von früheren Aufführungen. Und diese seien stets mit Riesen-Applaus bedacht worden, wie Hasenpflug betont.

Da der Theaterkritiker auf Grund seines vorzeitigen Zusammenbruchs das Stück – sehr zur Enttäuschung der Kinder – nicht in voller Länger sehen konnte, habe man sich dazu entschieden, das Krippenspiel heuer erstmals filmen zu lassen. Die entstandene DVD werde man gemeinsam mit den allerbesten Genesungs- und Weihnachtswünschen so rasch als möglich an den erkrankten Kultur-Journalisten ins Spital überbringen, so Hasenpflug.