Brau-Geheimnis gelüftet: Glyphosat macht den feinen Unter­schied

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Gemäß Reinheitsgebot kommen in ein Bier nur Wasser, Hopfen, Malz und Hefe hinein – und sonst nichts! Praktisch alle großen Brauereien halten sich angeblich an diese jahrhundertealte Vorschrift. Doch wie ein kürzlicher Test von Global 2000 herausgefunden hat, dürften manche Hersteller ein wenig mogeln, um sich denn doch von der Konkurrenz abzuheben: Glyphosat heißt der wundersame Geschmacksverstärker! Bereits vier der neun getesteten heimischen Brauereien setzen auf die neue Wunder-Ingredienz, um dem Bier eine blumig-herbe Note zu verleihen.


Lange galt es als eines der bestgehütetsten Geheimnisse der Braukunst: Wenn alle nach dem selben einfachen Rezept brauen, was macht dann eigentlich den Unterschied zwischen den unzähligen Biersorten aus? Oder sind die Unterschiede ohnedies nicht mehr als der übliche Werbeschmäh, der einem in Länderspielpausen & Co. suggeriert wird?

Neue chemische Analysemethoden haben es offenbar möglich gemacht, dass Global 2000 – eine Organisation, die in der Vergangenheit nicht unbedingt als Bier-Sommelier in Erscheinung getreten ist – diesem Brau-Geheimnis auf die Spur gekommen sein dürfte. Wie dem Testbericht zu entenhmen ist, setzen Brauereien wie Ottakringer oder Zipfer schon länger auf das neue Zaubermittel, das dem Bier je nach verabreichter Dosis einen entsprechend herben Geschmack verleiht.

Gemäß Test-Bericht bevorzugt der deutsche Biertrinker eine etwas intensivere Note – entsprechend mehr Glyphosat wurde im Gerstensaft unserer Nachbarn festgestellt. Heimische Brauereien scheinen die ideale Menge der Wunder-Ingredienz noch nicht gefunden zu haben, wie die gemessenen Unterschiede der letzten beiden Jahre zeigen.

Ob es sich bei Glyphosat um die einzige Zutat handelt, die dem Bier als Geschmacksverstärker beigemischt wird, muss noch genauer analysiert werden. Global 2000 hat bereits angekündigt, als nächstes zu untersuchen, ob die Brauereien beispielsweise den Süßstoff Neonicotinoid beimengen, um ihrem Bier eine leichte Honig-Note zu verleihen. Eines steht allerdings jetzt schon fest: Das Reinheitsgebot dürfte bald durch eine Version 2.0 abgelöst werden!

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