Bio-Branche jubelt: Erhoffte Gly­pho­sat-Ver­längerung verspricht zwei­stellige Zuwachs­raten

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Riesen-Erleichterung und Jubelstimmung bei den Vertretern der Bio-Industrie! Die Entscheidung der EU-Staaten, die Zulassung von Glyphosat für weitere 5 Jahre zu verlängern, ist das erfolgreiche Ergebnis zäher und monatelanger Lobbying-Bemühungen der Öko-Branche: Nur der erlaubten Weiterverwendung des Unkrautvernichtungsmittels in der konventionellen Landwirtschaft sei es zu verdanken, dass sich die Bio-Branche in den kommenden Jahren beim Umsatz von biologischen Lebensmitteln Hoffnungen auf zweistellige Zuwachsraten machen darf.


Josef Huber, Bio-Landwirt aus Gramatneusiedl (Niederösterreich), kann sein Glück noch gar nicht fassen: „Es ist wie ein vorgezogenes Weihnachten! Wer hätte im Ernst geglaubt, dass die EU dieses Zeugs tatsächlich nochmals zulassen würde! Es wird natürlich immer ein paar geben, denen das mit dem Krebsrisiko ziemlich egal ist, aber der Rest, der wird uns Bio-Bauern die Türen einrennen. Wie das die die Öko-Lobby geschafft hat, ist mir ein Rätsel!“

Der Franzose Nathan Durand war in den letzten Monaten unermüdlich im Auftrag der Bio-Industrie unterwegs, um zu retten, was noch zu retten war: „Nachdem die Zulassung von Glyphosat um weitere 10 Jahre gescheitert war, waren wir eigentlich der festen Überzeugung, dass es das mit dem gesunden und nachhaltigen Wachstum der letzten Jahre in der Bio-Branche gewesen wäre. Doch dann haben wir alle Hebel in Bewegung gesetzt, bei Monsanto und Bayer ordentlich lobbyiert und diese glücklicherweise dazu gebracht, es noch einmal in Brüssel zu versuchen. Wie man sieht, mit Erfolg!“

Dem deutschen Landwirtschaftminister Christian Schmidt streut man in der Bio-Branche übrigens Rosen. Nathan Durand: „Dass ausgerechnet Christian Schmidt von der CSU mit seiner alles entscheidenden Stimme der biologischen Landwirtschaft endgültig zum Durchbruch verhelfen wird, verdient allergrößte Hochachtung. Und es gebührt ihm unser aller Dank! Klar, Bio ist nicht jedermanns Sache und er eckt mit seiner Entscheidung an, aber er wird sein Land – und ganz Europa – damit voranbringen!“

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