ÖSV reagiert: Speed-Damen ab sofort mit intensivem Snowboard-Training

Bild-Quellen: Pixabay & Christian Jansky – This file has been extracted from another file: Anna Fenninger Altenmarkt-Zauchensee 2011.jpg, CC BY-SA 3.0, Link; Bildbearbeitung mit GIMP

Nachdem Anna Veith beim Super-G in PyeongChang die Gold-Medaille hauchdünn um eine Hundertstel Sekunde verfehlt hat und sich der tschechischen Snowboard-Weltmeisterin Ester Ledecka geschlagen geben musste, reagiert man nun beim Österreichischen Skiverband: Die Speed-Damen satteln kurzfristig um und absolvieren bis zur für Mittwoch geplanten Damen-Abfahrt ein intensives Snowboard-Training.


Roland Assinger, ÖSV-Cheftrainer der Damen, zu den geplanten Änderungen beim Speed-Training: „Der Super-G-Sieg von Ester Ledecka hat uns ganz klar vor Augen geführt, dass wir beim ÖSV bisher viel zu einseitig trainiert haben. Bis zur Olympia-Abfahrt werden die Mädels daher ihre Skier vorerst einmal zur Seite legen und die Abfahrtsstrecke stattdessen mit dem Snowboard bewältigen. Die Abfahrt auf normalen Skiern sollte dann am Renntag nur noch Formsache sein und wir rechnen fix mit den Plätzen eins bis vier für unser ÖSV-Quartett!“

ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel zeigte sich nach dem Teufelsritt von Ledecka ebenfalls selbstkritisch und kündigte an, beim Alpin-Training sowohl für Damen als auch Herren in Zukunft ganz neue Wege zu gehen: „Damit unsere Athleten mit allen denkbaren Bedingungen jederzeit zurecht kommen, müssen wir unser Training künftig wesentlich vielseitiger gestalten. Das Snowboard ist für unsere Rennläufer dabei nur eine Variante! Ich könnte mir beispielsweise vorstellen, dass wir die Abfahrt mit Langlaufskiern trainieren oder den Slalom mit den langen, breiten Latten der Skispringer.“

Und mit noch einer Ansage lässt man beim ÖSV aufhorchen. Cheftrainer Roland Assinger: „Was die Tschechen können, können wir beim ÖSV natürlich schon lange. Daher denken wir darüber nach, Anna Veith beim Parallel-Riesentorlauf der Snowboarderinnen nächsten Donnerstag starten zu lassen. Und so wie die Anna drauf ist, hoffen wir natürlich, dass bei einem neuerlichen Hundertstel-Krimi das Glück dieses Mal auf unserer Seite sein wird und ihre Medaille dann tatsächlich golden glänzt!“

 

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