Bessere Klimabilanz: Luft­hansa stellt auf Steh­plätze um

Stehplätze bei Lufthansa sollen ökologischen Fußabdruck verbessern
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Die Luftfahrtbranche sah sich zuletzt massiver Kritik ausgesetzt: Fliegen gehöre zu den klimaschädlichsten Reiseformen, der CO2-Ausstoß sei enorm, der ökologische Fußabdruck im Vergleich zum Bahnfahren geradezu katastrophal!


Während viele Laien die Hauptursache im viel zu billigen Kerosin orten und vehement eine Steuer auf diesen Treibstoff fordern, liegt für die meisten Luftfahrtexperten der wahre Grund für die schlechte Klimabilanz des Fliegens in den überdimensionierten Sitzplätzen moderner Flugzeuge: Während man früher meist eingepfercht wie die Ölsardinen in einem Mini-Sitz Platz nehmen musste, sorgen heutzutage die ausladenden und komfortablen Sitze, die große Beinfreiheit und der weite Abstand zum Sitznachbarn dafür, dass der Pro-Kopf-CO2-Ausstoß in Flugzeugen besonders hoch ist!

Lufthansa-Sprecher Rüdiger Pforzbommel: „Der Trend zu immer komfortableren Sitzen hat leider dazu geführt, dass die Luftfahrtunternehmen in ihren Fliegern keine ökologisch sinnvolle Anzahl an Passagieren unterbringen können und der Footprint entsprechend schlecht ausfällt!“

In Zeiten, in denen die Menschen nichts so sehr zu bewegen scheint wie das Thema Klimawandel, sah man sich bei der größten deutschen Fluggesellschaft daher zum Handeln gezwungen. Da viele Fluggäste das lange Sitzen beim Fliegen ohnehin als nicht sonderlich angenehm empfinden und es bei Langstreckenflügen immer wieder zu Fällen von Thrombose gekommen sei, habe man sich dazu entschieden, zwei Fliegen auf einen Streich zu schlagen und die gesamte Lufthansa-Flotte auf Stehplätze umzurüsten.

Rüdiger Pforzbommel: „Durch das Streichen sämtlicher Sitzplätze und das einfache Anbringen von Haltegriffen können wir die Passagierzahlen pro Flugzeug vervielfachen! Wir rechnen damit, dass drei- bis viertausend Personen pro Flug möglich sein werden und dadurch der Öko-Fußabdruck auf einen Bruchteil des bisherigen Wertes sinken wird!“

Dass die Passagiere analog zur Südkurve im Fußballstadion künftig auch im Flugzeug kuschelig eng aneinander stehen müssen, gebiete nicht nur der Kampf gegen den Klimawandel sondern auch die Sicherheit, so Pforzbommel: „Nur so können wir auch bei etwas wilderen Flugturbulenzen eine ausreichende Stabilität unserer Fluggäste gewährleisten.“

Die Ticketpreise würden sich zwar auf Grund der massiven Umbauarbeiten und der damit verbundenen Kosten deutlich erhöhen, kündigte das Unternehmen auf seiner Homepage an, das Thema Flugscham dürfte allerdings – Lufthansa sei Dank – endlich wieder und ein für alle Mal der Vergangenheit angehören!