Nach Dortmund-Aus: Red Bull Salzburg wechselt doch nicht in Deutsche Bundesliga

Bild-Quelle: Werner100359Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link

Insider hatten es schon länger vermutet und dem Vernehmen nach wäre auch schon so gut wie alles auf Schiene gewesen: Der FC Red Bull Salzburg hätte eigentlich ab der kommenden Saison mangels ernstzunehmender Konkurrenz im eigenen Land künftig in der Deutschen Bundesliga spielen sollen. Doch nach dem blamablen Aus Borussia Dortmunds gegen die Bullen in der Europa League dürften die Mozartstädter wohl auch weiterhin gegen Altach & Co. in der österreichischen Bundesliga um den Meistertitel kicken.


Der sportliche Leiter, Christoph Freund, zum ursprünglichen Plan eines Wechsels in die deutsche Bundesliga: „Salzburg kämpft schon seit geraumer Zeit gegen schwindende Zuschauerzahlen. Wir haben das Ausbleiben der Fans in erster Linie auf die mangelnde sportliche Qualität der heimischen Gegner zurückgeführt. Deshalb gab es schon länger die Idee, in eine bessere und damit attraktivere Liga zu wechseln. Deutschland war bei diesen Überlegungen für uns natürlich naheliegend.“

Zwar habe man damit gerechnet, dort am Tabellenende um den Abstieg spielen zu müssen, doch hätte man dieses Risiko aus sportlicher Sicht und zugunsten eines vollen Stadions bei Spielen gegen den FC Bayern München oder Borussia Dortmund in Kauf genommen. Doch wie sich nun nach den beiden Begegnungen gegen den BVB in der Europa League herausstellte, habe man offenbar das Niveau der Nachbarn gehörig überschätzt und wohl auch in der deutschen Bundesliga maximal mit den Bayern einen ernstzunehmenden Gegner vorgefunden. Christoph Freund: „Die beiden Partien gegen Dortmund haben gezeigt, dass es sportlich offenbar keinen großen Unterschied macht, ob wir gegen den SV Mattersburg oder eine Mannschaft wie Schalke 04 spielen!“

Und da spare man sich – zumindest im Ligageschäft – dann doch lieber die langen Anfahrtswege wie beispielsweise nach Bremen oder Berlin. Die Idee eines Antretens in der deutschen Bundesliga wurde von der Vereinsführung daher kurzerhand wieder ad acta gelegt und im österreichischen Fußball bleibt fürs Erste alles beim alten.

Eine kleine Veränderung soll es allerdings doch geben: Künftig wird RB Leipzig die Rolle der Ausbildungsstätte junger Talente übernehmen und die Top-Spieler werden jeweils nach Ende der Saison zu Red Bull Salzburg wechseln, um dort in der Champions League für Tore und Erfolge zu sorgen. Die Transfers von Timo Werner und Emil Forsberg bzw. die Rückkehr von Marcel Sabitzer zu den Salzburgern dürften jedenfalls dem Vernehmen nach bereits unter Dach und Fach sein.

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