Abhörskandal: So deaktivieren Sie die Wanze in Ihrem Smartphone

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Der Wanzenfund im Büro von Vizekanzler Heinz-Christian Strache vergangenen Jänner war wohl nur die Spitze des Eisberges. Wie der Expertenbericht des Abwehramtes des Verteidigungsministeriums vermuten lässt, dürften die als Lautsprecher getarnten Wanzen nicht nur in der Wandvertäfelung im Palais Dietrichstein angebracht worden sein, sondern stecken praktisch so gut wie in jedem unserer Smartphones und Handys!


Achtung: Wanze häufig mittels Laut­sprecher-Symbol getarnt!

Zwar haben seit dem von Edward Snowden ins Rollen gebrachten NSA-Skandal ohnehin schon die meisten vermutet, dass Smartphones und Handys flächendeckend abgehört werden. Der Wanzenfund im Büro von FPÖ-Chef Strache hat hier nun endgültig für klare Tatsachen gesorgt. Ob Apple oder Android spielt dabei keine Rolle, alle Modelle sind betroffen. Und sobald Sie Ihr Mobilgerät einschalten, befindet sich dieses standardmäßig im Abhörmodus!

Sie können den Status Ihres Gerätes leicht selbst überprüfen, indem Sie den Ein/Aus-Button gedrückt halten. Neben der Möglichkeit, Ihr Gerät auszuschalten oder neu zu starten, wird üblicherweise auch angezeigt, ob Ihr Handy überwacht wird: Ist das Wanzen-Symbol aktiviert, können Ihre Gespräche – und wohl auch sämtliche Daten – abgehört werden. Achtung: Der Wanzenmodus wird aus Verschleierungstaktik auf manchen Smartphones auch mittels Lautsprecher-Symbol angezeigt!

So wechseln Sie in den Wanz­los­modus

Soweit die schlechte Nachricht. Es gibt allerdings glücklicherweise einen simplen Trick, wie Sie das Abhören auf Ihrem Gerät vermeiden können: Tippen Sie dazu einfach auf das durchgestrichene Wanzen- bzw. Lautsprecher-Symbol und wechseln Sie so in den Wanzlosmodus. Um sicher zu gehen, dass Ihr Handy tatsächlich restlos wanzenfrei wird, schalten Sie sicherheitshalber auch noch den Debugging-Modus Ihres Gerätes ein (Anm.: der Begriff ‚debug‘ kommt aus dem Englischen und bedeutet ‚entwanzen‘)!

Wer immer hinter dem Abhörskandal stecken mag – Terroristen, Links-Extremisten oder ausländische Geheimdienste, die nicht mehr mit dem BVT kooperieren wollen – dank Heinz-Christian Straches Wanzenfund und mit dieser Vorsorgemaßnahme ist der große Lauschangriff zumindest fürs erste einmal abgeblasen!

Lesen Sie den vorherigen Eintrag:
Schlimmer als befürchtet: Wanzen in Strache-Büro in Wirklichkeit links-extreme Flöhe

Groß war die Aufregung, als es im Jänner geheißen hatte, im Büro von Vizekanzler Heinz-Christian Strache seien Wanzen gefunden worden....

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