Senfgas für syrische Rebellen: Trump setzt auf Ab­schreckung statt Militär­schlag

Bild-Quelle: Wikipedia

Donald Trump ist offenbar immer wieder für Überraschungen gut! Hatte er noch vor kurzem gewohnt wortgewaltig auf Twitter angekündigt, die USA würden auf den Giftgasangriff in Syrien mit vollster militärischer Härte antworten, habe er mittlerweile eingesehen, ‚dass in Syrien bereits genug Bomben gefallen seien und das menschliche Leid nicht durch zusätzliche Raketen noch weiter strapaziert werden dürfe‘. Anstatt eines Militärschlags setzt Trump nun auf Abschreckung: Um einen neuerlichen Einsatz chemischer Waffen durch Assads Truppen zu verhindern, sollen die syrischen Rebellen mit 155-mm-Senfgasgranaten der amerikanischen Armee ausgestattet werden.


Die Empfehlung der US-Waffenlobby NRA, Lehrer in den USA mit Schusswaffen auszustatten, um Amokläufe wie jenen vom vergangenen Februar an einer Highschool in Florida ein für allemal zu verhindern, dürfte offenbar auch für den neuesten Schachzug des gewieften Taktikers Donald Trump im Syrien-Konflikt Pate gestanden haben. Auf Twitter gibt sich der amerikanische Präsident zuversichtlich: „In Amerika hat sich gezeigt, dass man Waffengewalt am besten mit Waffen bekämpft. Die syrische Armee wird es sich zweimal überlegen, ob sie nochmals Giftgas einsetzt, wenn klar ist, dass die Rebellen ihnen so ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit jederzeit mit gleicher Münze heimzahlen können!“

Der russische Präsident Wladimir Putin zeigte sich in einer ersten Reaktion zwar erfreut, dass die USA eingelenkt und von einem Militärschlag abgesehen hätten, warnte aber gleichzeitig die syrischen Rebellen und Amerika: „Einen Senfgasangriff auf einen Verbündeten Russlands würden wir definitv nicht unbeantwortet lassen. Zur Abschreckung eines derartigen Gegenschlages werden wir daher sicherheitshalber die syrische Armee mit Nowitschok, der Mutter aller Nervengifte, ausrüsten!“

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