KH-Nord: Bau­zaun-An­ge­bot zu Un­recht als Steuer­geld­ver­schwen­dung kritisiert

Bild-Quelle: Johann H. Addicks – Eigenes Werk (Originaltext: Eigene Fotografie), CC BY-SA 3.0, Link

Zugegeben: Beim Krankenhaus Nord ist in der Vergangenheit nicht immer alles ganz glatt verlaufen und es gab den einen oder anderen Fehlgriff – Stichwort Energie-Schutzring. Doch was der Rechnungshof bei den 839.000 Euro für die Wartung des Bauzauns als angebliche Steuergeldverschwendung kritisiert, entpuppt sich bei genauerem Hinschauen in Wirklichkeit als vorbildliche und vorausschauende Planung


Herwig Wetzlinger, Direktor des Wiener Krankenanstaltenverbundes, klärt auf, warum billig nicht immer günstig sein muss: „Das mit 13.000 Euro wesentlich billigere, aber letzlich unterlegene Bauzaun-Angebot des Zweitbieters ging bei seiner Kalkulation von einer Bauzeit von 3 Jahren für das Krankenhaus aus. Das war natürlich völlig illusorisch! Hätten wir tatsächlich dieses Billigst-Angebot genommen, hätten wir bei jeder Bauzeit-Verlängerung jedes Mal wieder ein neues Angebot von dieser Firma einholen müssen!“

Das verursache nicht nur beträchtlichen Mehraufwand und erfordere umständliche Neukalkulationen, sondern gehe letztlich auch gehörig ins Geld, so der KAV-Direktor.  Wetzlinger: „Der bisherige Bauverlauf gibt uns recht: Das Angebot über 839.000 Euro läuft nämlich über einen Zeitraum, der dem tatsächlichen Fertigstellungsdatum des Krankenhauses sehr nahe kommt. Dadurch, dass wir uns für dieses Angebogt entschieden haben, werden wir uns letztlich wahrscheinlich sogar beträchtliche Summen ersparen!“

Fehler können schon mal passieren. Aber dass den Rechnungshof-Prüfern dieses entscheidende Detail beim Vergleich der Angebote einfach entgangen sei, grenze für KAV-Direktor Wetzlinger an ‚unfassbare Schlamperei‘. Wetzlinger: „Wie man sieht, ist die Kritik am KH Nord völlig aus der Luft gegriffen. Das Bauvorhaben verläuft nahezu perfekt. Ich kann weit und breit keinen Skandal entdecken. Mit diesem ungerechtfertigten Krankenhaus-Nord-Bashing muss jedenfalls ein für allemal Schluss sein!“

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