Einge­tragene Partner­schaft für alle: Kardinal Schön­born sieht lang­jährige Forder­ung erfüllt

Bild-Quelle: Bundesministerium für Europa, Integration und Äusseres – https://www.flickr.com/photos/minoritenplatz8/15531278147/, CC BY 2.0, Link

Nachdem die Hoffnungen vieler römisch-katholischer Priester und Ordensleute auf eine Aufhebung des Zölibats unter Papst Franziskus bisher unerfüllt geblieben sind, eröffnet die von Justizminister Josef Moser angekündigte ‚Eingetragene Partnerschaft für alle‘ dem heimischen Klerus, ihre oftmals jahrelangen Beziehungen endlich auf juristisch einwandfreie Füße zu stellen. Kardinal Christoph Schönborn zeigte sich in einem Hirtenbrief hocherfreut und bedankte sich persönlich bei Kanzler Kurz für diesen ‚längst fälligen Schritt‘.


In dem Schreiben von Kardinal Schönborn heißt es: „Wir von der Katholischen Kirche Österreichs sind schon länger der Meinung, dass die Ehe samt ihrer Treuepflicht reichlich antiquiert und nicht mehr wirklich zeitgemäß ist. So gesehen ist auch die Diskussion über eine Abschaffung der Ehelosigkeit unter Priestern und Ordensleuten überholt. Wir begrüßen ausdrücklich, dass die Regierung unserer langjährigen Forderung nach einer modernen Form der Partnerschaft, die ausnahmslos für alle gilt und ganz im Zeichen der Nächstenliebe steht, endlich nachkommen möchte!“

Um zu untermauern, wie wichtig ihm und der gesamten Bischofskonferenz diese ‚Öffnung hin zu einer toleranten Gesellschaft‘ sei, bedankte sich Kardinal Schönborn in einer extra anberaumten Privataudienz persönlich bei Kanzler Sebastian Kurz. Schönborn: „In der Regierung gibt es leider – so wie auch im Vatikan – ein paar einflussreiche Stimmen, die die Ehe nach wie vor als unumstößliche Einrichtung sehen. Ich habe dem Bundeskanzler daher viel Kraft im Ringen gegen diese unheilvollen Kräfte gewünscht und versprochen, dafür zu beten, dass es nicht nur bei der Ankündigung des Justizministers bleibt!“

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