Knalleffekt: Rainer Pariasek neuer Rapid-Coach

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Damit hatte wohl niemand gerechnet – nicht einmal er selbst! Wie heute der Rapid Vorstand bekannt gab, soll der bisherige ORF-Sportmoderator Rainer Pariasek bereits morgen ein erstes Training mit den Grün-Weißen leiten und am Donnerstag im Europa-League-Spiel auswärts gegen die Glasgow Rangers erstmals als Trainer an der Seitenlinie stehen. Die analytischen Fähigkeiten, ein perfektes Englisch und das fundierte Fachwissen – sowohl was den nationalen als auch den internationalen Fußball anbelangt – dürften dabei den Ausschlag zugunsten von Pariasek gegenüber den Konkurrenten im Rennen um das Traineramt beim SK Rapid Wien gegeben haben.


War schon der Abschied von Trainer Goran Djuricin für viele einigermaßen überraschend, kommt die Bestellung von Rainer Pariasek geradezu einer kleinen Sensation gleich. Denn viele Fußball-Experten hatten wohl eher mit St. Pölten-Trainer Didi Kühbauer oder einer Rückkehr von Peter Pacult gerechnet. Dass die Wahl auf den ORF-Publikumsliebling gefallen sei, begründet Rapid-Sportdirektor Fredy Bickel so: „Rainer Pariasek kennt jedes Stadion in- und auswendig, er hat über viele Jahre hinweg den Fußball im Fernsehen haarscharf analysiert und höchst treffsicher kommentiert. Er hat Dinge gesehen, die viele auch beim dritten Mal Hinschauen noch immer nicht sehen konnten. Genau diese Expertise und dieser messerscharfe Blick sind es, was die Mannschaft jetzt am meisten braucht!“

Pariasek zeigt sich zuversichtlich, das Team trotz fehlender Trainer-Lizenz rasch aus der Krise führen zu können: „So halbwegs kicken können die meisten Rapidler ja ohnehin, da brauch ich ihnen nicht wirklich was beibringen. Aber in den vielen gemeinsamen Analysen mit Herbert Prohaska und Roman Mählich ist doch so manches hängen geblieben, was mir bei der Arbeit mit der Mannschaft und in der Coaching-Zone ab sofort nützlich sein dürfte. Die beiden Bücher ‚Träum weiter‘ vom Peter Hackmair und ‚Position Querdenker‘ vom Pauli Scharner hab‘ ich auch gelesen, alles in allem fühle ich mich somit durchaus gerüstet für diese neue Herausforderung!“

Nicht bei allen Rapid-Anhängern hat die Meldung von der Bestellung Rainer Pariaseks zum neuen Coach für ungebremste Euphorie gesorgt: In den Sozialen Medien haben einige Rapid Ultras bereits angekündigt, ihren Unmut beim morgigen Training mit ‚Gogo rein‘-Rufen kundzutun. Ob Pariasek seine Kritiker mit einer Siegesserie zum Verstummen bringen kann, wird man sehen. Genau verfolgen dürfte dies wohl auch Andreas Felber: Er soll Pariaseks Stelle beim ORF einnehmen – und in Zukunft mit seinem Vorgänger wahrscheinlich das eine oder andere unterhaltsame Interview führen!

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