Nach Auftaktpleite in Glasgow: Rainer Pariasek ersetzt Kühbauer als Rapid-Coach

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So schnell kann es gehen: Keine drei Tage im Amt ist das Engagement von Didi Kühbauer als Trainer des SK Rapid auch schon wieder Geschichte! Unmittelbar im Anschluss an die Auswärts-Pleite bei den Glasgow Rangers gab das Rapid Präsidium die überraschende Beurlaubung Kühbauers bekannt. Sensationell nachfolgen soll ihm der bisherige ORF-Sportmoderator Rainer Pariasek! Bereits für morgen wurde ein erstes Training mit den Grün-Weißen angesetzt und am Sonntag soll Pariasek in Hütteldorf beim Spiel gegen den SV Mattersburg erstmals als Trainer an der Seitenlinie stehen. Die analytischen Fähigkeiten, ein perfektes Englisch und das fundierte Fachwissen – sowohl was den nationalen als auch den internationalen Fußball anbelangt – dürften mitentscheidend bei der Wahl Pariaseks als Nachfolger von Dietmar Kühbauer gewesen sein.


Dass Kühbauer nach so kurzer Zeit seinen Job schon wieder los ist und durch den ORF-Publikumsliebling Pariasek ersetzt wird, begründet Rapid-Sportdirektor Fredy Bickel so: „Wir wollten einfach nicht den selben Fehler wie bei Damir Canadi wiederholen und uns vom Start weg von einer Niederlage zur nächsten quälen. Man hat außerdem ganz klar gesehen, dass die Vetrauensbasis zwischen Mannschaft und Trainer nach dieser Auftaktpleite gegen die Schotten einfach nicht mehr gegeben war. Mit Rainer Pariasek als neuem Chef-Trainer wollen wir nun endlich das Ruder herumreißen: Er kennt jedes Stadion in- und auswendig, ist schon in seiner bisherigen Funktion immer wieder an der Seitenlinie gestanden, er hat über viele Jahre hinweg den Fußball im Fernsehen haarscharf analysiert und höchst treffsicher kommentiert. Er hat Dinge gesehen, die viele auch beim dritten Mal Hinschauen noch immer nicht sehen konnten. Genau diese Expertise und dieser messerscharfe Blick sind es, was die Mannschaft jetzt braucht!“

Pariasek zeigte sich überrascht, aber zugleich zuversichtlich, das Team trotz fehlender Trainer-Lizenz rasch aus der unter Kühbauer fortgesetzten Abwärtsspirale führen zu können: „So halbwegs kicken können die meisten Rapidler ja ohnehin, da brauch ich ihnen nicht wirklich was beibringen. Aber in den vielen gemeinsamen Analysen mit Herbert Prohaska und Roman Mählich ist doch so manches hängen geblieben, was mir bei der Arbeit mit der Mannschaft und in der Coaching-Zone ab sofort nützlich sein dürfte. Die beiden Bücher ‚Träum weiter‘ vom Peter Hackmair und ‚Position Querdenker‘ vom Pauli Scharner hab‘ ich auch gelesen, alles in allem fühle ich mich somit durchaus gerüstet für diese neue Herausforderung!“

Nicht bei allen Rapid-Anhängern hat die Meldung von der doch einigermaßen überraschenden Ablöse Didi Kühbauers für ungebremste Euphorie gesorgt: In den Sozialen Medien haben einige Rapid Ultras bereits angekündigt, ihren Unmut beim morgigen Training mit ‚Gogo rein‘-Rufen kundzutun. Ob Pariasek seine Kritiker mit einer Siegesserie zum Verstummen bringen kann, wird man sehen. Genau verfolgen dürfte dies vor allem Andreas Felber: Er soll Pariaseks Stelle beim ORF einnehmen – und in Zukunft mit seinem Vorgänger wohl das eine oder andere unterhaltsame Interview führen!

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