Gewalt an Schulen: G’sunde Watschn soll wieder für Zucht und Ordnung sorgen

Bild-Quelle: Wikimedia Commons; Bildbearbeitung mit GIMP

Die erschreckenden Zahlen zu Gewalt an Österreichs Schulen lassen bei der türkis-blauen Regierung die Alarmglocken läuten: Allein im Jahr 2017 gab es 836 Anzeigen wegen Körperverletzung. Darüberhinaus wurden noch 202 gefährliche Drohungen und mehrere Sexualdelikte angezeigt. Für ÖVP und FPÖ steht fest, dass die Wurzel des Übels in der antiautoritären Erziehung der vergangenen Jahrzehnte liegt. Wie schon bei verpflichtenden Noten, Leistungsklassen und Sitzenbleiben bleibt die Regierung ihrem Motto ‚Zurück zum Bewährten‘ treu und wird daher an Österreichs Schulen künftig wieder die G’sunde Watschn einführen, um der zunehmenden Gewalt Herr zu werden.


Für Vizekanzler Heinz-Christian Strache gibt es keine Zweifel, wohin die lasche Erziehung, für die vor allem SPÖ und Grüne verantwortlich gewesen seien, geführt habe: „Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Die jungen Leute widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“

‚Die G’sunde Watschn habe bekanntlich noch niemandem geschadet‘, so Bundeskanzler Sebastian Kurz: „Wie bei jeder Medizin darf man es halt nicht übertreiben. Und natürlich darf bei keinem Kind – um es mit den Worten Edmund Sackbauers zu sagen – nach einer Lehrer-Watschn vierzehn Tage der Schädel wackeln!“ Aber angewandt mit Maß und Ziel und anstatt ewig herzumzudiskutieren wären ein paar hinter die Löffeln ein bewährtes Mittel, um an Schulen rasch und vor allem kostengünstig wieder für jene Zucht und Ordnung zu sorgen, die auf Grund der antiautoritären Erziehungsmethoden verloren gegangen sei.

Die G’sunde Watschn soll dabei die G’sunde Jause ersetzen, die sich laut Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein ohnehin nicht bewährt habe: „Obst und Gemüse ist auch so ein linkslinkes Hirngespinst, das nur dazu geführt hat, dass die Kinder heutzutage dick sind wie nie zuvor. Ein bisserl Fasten ist auf alle Fälle wesentlich vernünftiger. Und dazu noch die G’sunde Watschn – damit schlagen wir gleich zwei Fliegen auf einen Streich!“

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