Nach Kritik an Kärntner Christ­baum: Plastik­baum am Rat­haus­platz soll Ge­müter be­ruhigen

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Kein gutes Haar ließen die Wiener am diesjährigen Christbaum, der ab dieser Woche den Rathausplatz schmücken hättte sollen! Kaum war die Fichte aus Kärnten angekommen und an ihrem Bestimmungsort aufgestellt, hagelte es harsche Kritik: Für die einen ist allein schon eine Fichte ein regelrechter Affront, für die anderen ist der Baum viel zu karg und erinnert eher an Waldsterben denn an Weihnachten.


Für den neuen Wiener Bürgermeister Michael Ludwig jedenfalls kein optimaler Start in seine erste Adventszeit, weshalb dieser nun die Notbremse zieht: Ein Plastik-Christbaum soll ‚das hässliche Trumm aus Kärnten‘ ersetzen und so die erhitzten Gemüter der Wienerinnen und Wiener so rasch als möglich wieder beruhigen.

Der Kunststoffbaum sei ein regelrechtes Prachtstück, so Ludwig: „Das Ding ist von unten bis oben vollkommen symmetrisch, da sitzt jedes Asterl perfekt. Und von karg kann schon gar keine Rede sein! Im Gegenteil, der Plastikbaum wirkt fast schon unnatürlich dicht. Wer da jetzt noch was auszusetzen hat, muss schon ein absoluter i-Tüpferl-Reiter sein!“

Der Plastikbaum sei zudem eine Spende eines nicht näher genannten deutschen Chemie-Riesen und koste somit den Wiener Steuerzahler keinen Cent. Da es sich außerdem um ein 100%-Recycling-Produkt handelt, hofft der Bürgermeister, auch die Wiener Grünen für den Baum begeistern zu können. Und da die MA 48 seit dem letzten Jahr an ihren Christbaum-Sammelstellen auch Kunststoffbäume annimmt, sei auch die fachgerechte Entsorgung des feuerfesten Exemplars vom Rathausplatz kein Problem, so ein rundum zufriedener Michael Ludwig. Alles wieder im grünen Bereich, der Advent kann kommen!

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