Drohen mit Hunger­streik: Schwar­ze Schafe wollen nicht län­ger Sün­den­böcke sein

Bild-Quelle: Pixabay

Schwarze Schafe haben es nicht leicht: Weil ihre Wolle sich nicht so leicht färben lässt wie jene von weißen Schafen, gelten sie bei Schäfern meist als minderwertig. Was zur Folge hat, dass die bei Schafen ohnehin nicht sonderliche hohe Lebenserwartung bei den schwarzen Exemplaren gleich noch einmal um einiges kürzer ist! Doch nun regt sich Widerstand: Die schwarzen Schafe sind es leid, ständig als Sündenböcke herhalten zu müssen. Sie fordern ein Diskriminierungsverbot – und drohen mit Hungerstreik!


Das schwarze Jungschaf Emily kann sich nicht erklären, warum schwarze Schafe permanent an den Pranger gestellt werden: „Unsere Wolle ist mindestens so flauschig wie jene der weißen Schafe. Und ich traue mich wetten: Unsere Wolle ist sogar um ein, zwei Grad wärmer! Was das Fleisch anbelangt, böckelt unseres nicht mehr oder weniger. Und die Milch von schwarzen Schafen ist extrem lecker und um nichts weniger weiß als die der weißen Artgenossen!“

Angesprochen auf die aktuelle Berichterstattung zum 12-Stunden-Arbeitstag kommt der schwarze Bock Noah – ein kleiner Wortwitz seines Bauern, der über ein wenig Französischkenntnisse verfügt – ordentlich in Rage: „Was heißt da, die schwarzen Schafe müssen streng bestraft werden?! Was ist mit dieser Hartinger-Klein?! Die hat doch keine Ahnung: Unsereins hackelt nicht mehr und nicht weniger als die weißen Kolleginnen und Kollegen. Ich finde es unerhört, dass wir einzig und allein auf Grund unserer Hautfarbe wieder einmal als Sündenböcke herhalten müssen – das ist blanker Rassismus!“

Die schwarzen Schafe wollen den Nimbus des schwarzen Schafs jedenfalls nicht länger auf sich sitzen lassen und fordern ein sofortiges Ende der Diskriminierung. ‚Wir leben schließlich im 21. Jahrhundert‘, eschafiert sich Bock Noah: „Und ich kann Ihnen eines versichern: Sollte diese Stigmatisierung nicht bald der Vergangenheit angehören, gehen wir in Hungerstreik!“ Und zwar EU-weit, wie Noah ausdrücklich und abschließend betont.

Lesen Sie den vorherigen Eintrag:
Schließen