Hazeh statt Christ­kind: FPÖ-Video löst Tumult in Kin­der­gar­ten aus

Bild-Quelle: Pixabay

Dramatische Szenen spielten sich heute Vormittag in einem Kindergarten in Wien Döbling ab! Nachdem ein Kind das Gerücht in Umlauf gebracht hatte, dass heuer ein Hazeh anstatt des Christkinds die Geschenke bringen würde und sich diese Hiobsbotschaft wie ein Lauffeuer in sämtlichen Kindergartengruppen verbreitet hatte, eskalierte die Situation: Es kam zu Schreiduellen samt Handgreiflichkeiten, kollektive Heulkrämpfe und zahlreiche völlig traumatisierte Kinder waren die Folge. Die Lage konnte erst durch das Hinzuziehen von Polizei, Rettung und psychologischen Hilfskräften zu Mittag wieder einigermaßen beruhigt werden.


Kindergartenpädagogin Bianca P. schildert, wie der Tumult seinen Ausgang genommen habe: „Wir hatten Sitzkreis und ich wollte mit den Kindern gerade das Lied von der Weihnachtsbäckerei singen, als der kleine Harald mit der Nachricht herausplatzte, dass er seit gestern wisse, dass heuer nicht das Christkind die Geschenke bringen werde sondern ein Mann namens Hazeh!“

Diese Nachricht habe bereits für blankes Entsetzen gesorgt, doch Klein-Harald habe noch nachgelegt, indem er behauptete, dieser Hazeh hätte auch keine rote Mütze und keinen langen weißen Bart und bringe lediglich eine beknackte Eule als Geschenk!

Laut Kindergartenpädagoginnen gab es im Anschluss kein Halten mehr: Der gesamte bei den Kindern aufgestaute Vorweihnachtsstress dürfte sich mit einem Mal entladen haben, Schreiduelle zwischen verzweifelten Christkind-Befürwortern und Verfechtern des Hazeh lockten Kinder anderer Gruppen an, erste Fäuste flogen und die anschließenden kindergartenweiten Tumulte konnten von den Verantwortlichen alleine nicht mehr unter Kontrolle gebracht werden. Polizei, Rettung und der sozialpsychiatrische Notdienst wurden verständigt, erst nach Verabreichung von Hasch-Brownies konnte zu Mittag die Lage halbwegs beruhigt und die Kinder nach Hause geschickt werden.

Derzeit werden im Kindergarten die Sachschäden begutachtet, die Einrichtung bleibt bis auf weiteres gesperrt. Um weiteren Schaden zu vermeiden, solle außerdem laut Kindergartenleiterin geprüft werden, ob nicht für ein YouTube-Video der FPÖ, in dem tatsächlich das Christkind geleugnet und durch einen HC ersetzt wurde, eine Löschung auf Grund des Tatbestandes der Kindesverhetzung erwirkt werden könne.