Mitglieder wechseln reihenweise zur FPÖ: Identitäre vor Auflösung

Protestkundgebung der Identitären
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Nach dem Machtwort von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, man müsse sich entweder für die FPÖ oder die Identitären entscheiden, wechseln nun offenbar immer mehr Mitglieder der Gruppierung zur FPÖ und kehren der rechtsextremen Bewegung den Rücken. Eine Auflösung der Identitären auf Grund einer zu geringen Mitgliederzahl könnte unmittelbar bevorstehen!


‚Warum zum Schmiedl gehen, wenn man zum Schmied gehen kann?‘, dachten sich wohl viele der ehemaligen Identitären, die nach den Turbulenzen der vergangenen Tage in der FPÖ eine neue Heimat gefunden haben: Ideologisch stünde man sich ohnehin sehr nahe, und im Unterschied zu den Identitären könne man bei der FPÖ offenbar mehr bewirken, sitzt diese doch an den Schalthebeln der Macht, so der Tenor vieler zu den Freiheitlichen gewechselten Ex-Identitären.

So sah das offenbar auch der Grazer Vizebürgermeister Mario Eustacchio, der sich nach längerem Zögern nun doch gegen die rechtsextreme Gruppierung und zu Gunsten der FPÖ entschieden hat.

Hält der Exodus beim ‚Verein zur Erhaltung und Förderung der kulturellen Identität‘ – unter dieser Bezeichnung ist die identitäre Bewegung hierzulande im Vereinsregister eingetragen – in Richtung FPÖ weiter an, könnte im Extremfall nur noch dessen Chef Martin Sellner übrig bleiben. Was zwangsweise zu einer Auflösung der Identitären in Österreich führen würde: Laut Vereinsgesezt muss ein Verein nämlich zumindest aus zwei Mitgliedern bestehen!