Armin Wolf-Nachfolge geklärt: Ursula Stenzel ersetzt bisherigen ZIB2-Moderator

Ursula Stenzel als ZIB2-Moderatorin
Bild-Quellen: Franz Johann Morgenbesser from Vienna, Austria – IMG_7791, CC BY-SA 2.0, Link & Wikimedia Commons; Bildbearbeitung mit GIMP

Das skandalöse Interview von ZIB2-Moderator Armin Wolf mit FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky, bei dem der TV-Moderator seinem Interview-Partner mehrere nicht im Vorhinein abgesprochene Fragen auf unterstem Schubladen-Niveau stellte, brachte das Fass zum Überlaufen. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz zog die Reißleine und setzte den unbeliebten ZIB2-Anchorman samt seinen ‚Verhörmethoden‘ vor die Tür. Ihm nachfolgen soll ein echter Nachrichten-Profi: Die unabhängige, ehemalige ZIB1-Moderatorin Ursula Stenzel!


Die gebürtige Wienerin moderierte bis Mitte der 1990er-Jahre die Hauptnachrichten im ORF, ehe sie sich entschloss, ihr abgebrochenes Publizistik- und Politikwissenschaftenstudium fortzusetzen. Der frühere TV-Publikumsliebling feiert nun in der ZIB2 ein Comeback, das nach all den Turbulenzen um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in den vergangenen Monaten nicht ganz unerwartet kommt.

Medienminister Gernot Blümel, der sich selbst erst unlängst über das erschreckende Niveau in der ZIB2 empört hatte, begrüßte in einer ersten Reaktion ausdrücklich den längst überfälligen Moderatorenwechsel in der ZIB2. In einer Presseaussendung lobte der ÖVP-Minister Ursula Stenzel ‚im Unterschied zum eklatant links-linken Armin Wolf als politisch integer, unabhängig, und als jemand mit dem Herzen am rechten Fleck‘.

In ihrem ersten ZIB2-Auftritt hatte Stenzel den ORF-Stiftungsratschef Norbert Steger als Studiogast. Wer sich so wie unter Armin Wolf eine hitzige Debatte mit dem durchaus als ORF-kritisch geltenden früheren FPÖ-Chef erwartet hatte, wurde rasch eines besseren belehrt: In der ZIB2 herrscht ab sofort ein neuer Stil mit von Respekt und hoher Diplomatie geprägter Message Control. In einem erfrischend harmonischen Interview streuten sich beide Seiten gegenseitig Kornblumen. Steger zeigte sich nach der Sendung ‚überzeugt, dass Stenzel im ORF endlich wieder für journalistische Seriosität und wahre Objektivität sorgen werde!‘

Generaldirektor Wrabetz dürften mit seiner Personalentscheidung gleich mehrere Coups gelungen sein: So manchem der vielen GIS-Kritiker, die den ORF in der Vergangenheit als rein roten Staatsfunk bezeichnet hatten, hat er mit Ursula Stenzel so richtig den Wind aus den Segeln genommen. Und da mit der neuen ZIB2-Moderatorin künftig mit weniger Attacken seitens der Regierung gegen den ORF zu rechnen sein wird, sollte auch das Österreich-Ranking von ‚Reporter ohne Grenzen‘ schon bald wieder um einiges erfreulicher ausfallen. Und Wrabetz selbst – der sitzt mit diesem genialen Schachzug beim ORF wohl fester im Sattel denn je!